BayernLB

Newsticker

August 2020

22. August 2020
"Earth Overshoot Day" durch Corona-Krise drei Wochen später

Durch die Corona-Pandemie hat sich der "Earth Overshoot Day" („Welt-Erschöpfungstag“) im Vergleich zum Vorjahr um drei Wochen nach hinten verschoben und fiel in diesem Jahr auf den 22. August. Der "Earth Overshoot Day" markiert seit 1987 jedes Jahr den Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde während des gesamten Jahres erneuern kann. An diesem Tag hat die Menschheit der Erde mehr Holz, Pflanzen, Fisch und Fleisch sowie andere Nahrungsmittel entnommen als in einem Jahr nachwachsen können.

Ursache für die Verschiebung des Welterschöpfungstages sind die umfassenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen bei Industrie und Handel. So ging der CO2-Ausstoß im April dieses Jahres zeitweise um 17 Prozent gegenüber dem üblichen Tageswert von rund hundert Millionen Tonnen zurück, in Deutschland wurden Anfang April sogar 26 Prozent weniger CO2 als üblich emittiert.

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12. August 2020
UN Nachhaltigkeitsziele: Unternehmen müssen ihre Aktivitäten intensivieren

Nur 39 Prozent der Unternehmen weltweit sind der Überzeugung, dass ihre eigenen nachhaltigkeitsbezogenen Ziele und Maßnahmen ambitioniert genug sind, um die UN Sustainable Development Goals (SDGs) zu erreichen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die der UN Global Compact, die weltweit größte Selbstverpflichtung von Unternehmen für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, unter ihren Unterzeichnern durchgeführt hat. Gegenstand der Befragung waren neben den Fortschritten der Unternehmen bei der Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact die Beiträge der Unterzeichner zur Erreichung der SDGs.

Aus dem Bericht „Uniting Business for a better World“ geht hervor, dass immerhin 61 Prozent der Unternehmen Produkte und Dienstleistungen anbieten, die grundsätzlich zu den SDGs beitragen. Die Unternehmen konzentrieren sich dabei vor allem auf die Ziele 3 (Gesundheit und Wohlbefinden), 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), 12 (verantwortungsvoller Konsum und Produktion) und 13 (Klimaschutz). Insbesondere zur Förderung von sozialen Zielen wie dem Abbau von Ungleichheiten und der Gleichstellung von Frauen und Männern werden dagegen von den Unternehmen nur wenige Maßnahmen durchgeführt. 57 Prozent der Unternehmen geben an, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die SDGs zu messen, allerdings beziehen nur 13 Prozent der Unternehmen ihre Zulieferer in die Analyse ein. Angesichts dieser Ergebnisse müssen die Unternehmen nach Einschätzung von Experten ihre Aktivitäten deutlich intensivieren, um ihren Beitrag zur Erreichung der SDGs zu leisten.

Juli 2020


ICMA: Kompendium der politischen Initiativen im Bereich Sustainable Finance

Sowohl auf politischer und regulatorischer Seite als auch innerhalb der Finanzbranche wird im Rahmen zahlreicher Initiativen intensiv an einer Verankerung von ESG-Kriterien an den Finanz- und Kapitalmärkten gearbeitet. Die International Capital Market Association (ICMA) hat nun ein Kompendium vorgelegt, in dem die weltweit wichtigsten Initiativen im Bereich Sustainable Finance vorgestellt werden. Dazu gehören nach Einschätzung der ICMA auf globaler Ebene beispielsweise die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) zur Berichterstattung von Klimarisiken. Auf europäischer Ebene wird der EU Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums in die Übersicht aufgenommen. Als zentrale Initiative auf nationaler Ebene sieht die ICMA den Sustainable Finance-Beirat, der die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie berät.

Lesen Sie ICMA: Compendium of international policy initiatives & best market practice (PDF in englischer Sprache)

Juni 2020

30.06.20
EU-Parlament billigt Nachhaltigkeitstaxonomie

Das EU-Parlament hat die Vorlage zur Einführung einer einheitlichen Taxonomie für die verbindliche Definition nachhaltiger wirtschaftlicher Tätigkeiten gebilligt. Die Taxonomie-Verordnung wird nun in einem nächsten Schritt im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt innerhalb von zwanzig Tagen nach der Veröffentlichung in Kraft.

In der EU-Taxonomie wird für zahlreiche Branchen, unter anderem Land- und Forstwirtschaft, Energieerzeugung und Maschinenbau sowie Personen- und Güterverkehr und den Immobilienbereich definiert, wann eine wirtschaftliche Tätigkeit, beispielsweise die Herstellung von Zement oder die Stromerzeugung durch Windkraft, als nachhaltig definiert werden kann. Kernelement der Taxonomie ist eine Nachhaltigkeitsprüfung anhand von definierten Evaluierungskriterien und Grenzwerten. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die Tätigkeit zu einem der sechs im Rahmen der Taxonomie definierten Umweltziele, beispielsweise dem Klimaschutz, der Anpassung an den Klimawandel sowie der Vermeidung von Umweltverschmutzung beiträgt und kein anderes dieser Ziele erheblich beeinträchtigt.

Mehr dazu auf der Website der EU-Kommission (in englischer Sprache)


15.06.20
Klimawandel beeinflusst globale Lieferketten der deutschen Wirtschaft

Die globalen Auswirkungen des Klimawandels beeinflussen die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer hohen internationalen Verflechtung stärker als die klimabedingten Veränderungen in Deutschland und Europa. Grund dafür ist, dass deutsche Unternehmen im Rahmen der Globalisierung in bedeutendem Umfang Rohstoffe, Vorprodukte und Waren aus Ländern beziehen, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Insbesondere extreme Wetterereignisse können sich negativ auf die Landwirtschaft, die Produktionsstätten und Lager sowie die Infrastruktur in diesen Ländern auswirken und so Handel beeinträchtigen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Umweltbundesamt unter dem Titel „Folgen des globalen Klimawandels für Deutschland“ veröffentlicht hat.

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09.06.20
Europäischer Emissionshandel: Deutsche Anlagen stießen 2019 14 Prozent weniger CO2 aus

Im Jahr 2019 emittierten die rund 1.850 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland etwa 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äq). Dies entspricht einem Rückgang um 14 Prozent gegenüber 2018. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) detailliert in ihrem diesjährigen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2019.

Der Rückgang der Emissionen geht dabei maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurück. So sanken die Emissionen der deutschen Energieanlagen in 2019 um etwa 18 Prozent auf 244 Millionen Tonnen CO2. Damit verstärkt sich der rückläufige Trend des Vorjahres noch einmal deutlich (2018: minus 4,5 Prozent). In Folge stark gestiegener Preise im EU-ETS und gleichzeitig gesunkener Erdgaspreise war der Betrieb von Gaskraftwerken 2019 häufig wirtschaftlicher als der von Kohlekraftwerken. Ein weiterer Treiber ist der deutlich gestiegene Beitrag der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion. Zudem wurden weitere Kraftwerksblöcke in die Sicherheitsbereitschaft überführt.

Aber auch die Emissionen der energieintensiven Industrie gingen im Verlauf der dritten Handelsperiode zurück. 2019 sanken sie erstmals in der dritten Handelsperiode des EU-ETS deutlich um 4 Prozent auf 119 Millionen Tonnen CO2-Äq und lagen damit unter dem Niveau von 2013. Die Emissionen waren dabei in fast allen Industriebranchen rückläufig, lediglich die Emissionen der Zementindustrie zeigen sich im Jahresvergleich nahezu unverändert.

Die Emissionen aller am EU-ETS teilnehmenden Anlagen (in den 28 EU-Mitgliedstaaten und Island, Liechtenstein, Norwegen) sanken 2019 ebenfalls, jedoch in geringerem Maße als in Deutschland: Nach Angaben der Europäischen Kommission gingen die Emissionen im Jahr 2019 um neun Prozent zurück und beliefen sich auf rund 1,53 Milliarden Tonnen CO2-Äq. Gegenüber 2005 sind die ETS-Emissionen europaweit mit rund 36 Prozent allerdings stärker zurückgegangen als in Deutschland mit etwa 30 Prozent. Das Europäische Klimaziel für die vom EU-ETS umfassten Bereiche, minus 21 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 2005, wird damit bereits erreicht.

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Mai 2020

20.05.20
Wasserstoff: Das große Potenzial der Sektorkopplung

Die Sektorkopplung eröffnet eine klimaneutrale Zukunft über den Energiesektor hinaus. Eine frühzeitige Positionierung Deutschlands in dieser Zukunftstechnologie bietet große Chancen.

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20.05.20
Bericht zur Lage der Natur veröffentlicht

Der Natur in Deutschland geht es insgesamt nicht gut. Zu diesem Schluss kommen Bundesumweltministerium und Bundesamtes für Naturschutz in ihrem aktuellen Bericht zur Lage der Natur. Der Bericht basiert auf Daten, die alle sechs Jahre erhoben und an die EU-Kommission zur Erfüllung der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und der EU-Vogelschutz-Richtlinie berichtet werden. Basis der Daten sind wiederum rund 14.000 Stichproben zur Qualität von Wasser, Boden und Luft sowie Beobachtungen aus einem bundesweiten Artenmonitoring.

Im Einzelnen sind nach Aussage des Berichts 25 Prozent der untersuchten Arten in einem günstigen Erhaltungszustand, darunter der Seehund und die Kegelrobbe in der Nordsee oder der Steinbock in den Alpen. 30 Prozent sind in einem unzureichenden Zustand. 33 Prozent sind in einem schlechten Zustand, das betrifft vor allem Schmetterlinge, Käfer und Libellen. Bei den Lebensräumen sieht es ähnlich aus. Hier sind 30 Prozent in einem günstigen Zustand, zum Beispiel verschiedene Wald-Lebensräume, alpine Heiden und Gebüsche sowie Fels-Lebensräume. 32 Prozent weisen einen unzureichenden Zustand auf, während sich 37 Prozent der untersuchten Lebensräume in einem schlechten Zustand befinden, vor allem die landwirtschaftlich genutzten Grünland-Flächen, aber auch Seen und Moore.

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15.05.20
Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) stellt Umweltgutachten vor

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) fordert in seinem aktuellen Gutachten von der Politik entschiedenere Schritte zum Umwelt- und Klimaschutz. Um die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, schlagen die Umweltexperten unter anderem ein CO2-Budget für Deutschland und die EU vor. Ein entsprechendes deutsches CO2-Budget beträgt nach Berechnungen des SRU maximal 6,7 Milliarden Tonnen CO2 ab 2020. Bei linearer Reduktion wäre dieses Budget in Deutschland bereits 2038 aufgebraucht, sodass Deutschland bereits ab diesem Zeitpunkt die Treibhausgasneutralität erreicht haben müsste, die laut Pariser Weltklimaabkommen weltweit bis 2050 erreicht werden soll.

Die Wissenschaftler schlagen verschiedene Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen vor, darunter auch eine konsequente Parkraumbewirtschaftung und eine streckenabhängige Pkw-Maut. Gleichzeitig sollte der wirtschaftliche Neustart nach der Corona-Pandemie nach Einschätzung des SRU dazu genutzt werden, die Weichen in Richtung einer ökologischer Transformation zu stellen. Die Mittel, die für die konjunkturelle Wiederbelebung eingesetzt werden, müssen nach Ansicht der Wissenschaftler konsequent an den Zielen der Klimaneutralität und des Umweltschutzes ausgerichtet werden.

Dies fordert auch die Mitte April gegründete Green Recovery Alliance, die dazu aufruft, die Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Corona-Krise zu nutzen, um den Umbau der Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität zu beschleunigen und den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Unterstützt wird der Aufruf von zahlreichen Europaabgeordneten, Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Vorstandsvorsitzenden von Unternehmen zahlreicher Branchen.

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April 2020

27.04.20
ICMA: Kompendium der politischen Initiativen in den Bereichen Green und Sustainable Finance

Sowohl auf politischer und regulatorischer Seite als auch innerhalb der Finanzbranche wird im Rahmen zahlreicher Initiativen intensiv an einer Verankerung von Klima- und Nachhaltigkeitskriterien an den Finanz- und Kapitalmärken gearbeitet. Die International Capital Market Association (ICMA) hat nun ein Kompendium vorgelegt, in dem die weltweit wichtigsten Initiativen in den Bereichen Green und Sustainable Finance vorgestellt werden. Dazu gehören nach Einschätzung der ICMA auf globaler Ebene beispielsweise die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) zur Berichterstattung zu Klimarisiken, auf europäischer Ebene wird der EU Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums in die Übersicht aufgenommen. Als zentrale Initiative auf nationaler Ebene sieht die ICMA den Sustainable Finance-Beirat, der die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie berät.

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März 2020

23.03.20
UN Weltwasserbericht: Klimawandel verschlechtert die Wasserversorgung

Der Klimawandel verschlechtert nach Einschätzung der UNESCO – der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur – die weltweite Wasserversorgung und die Qualität des Wassers. Bereits heute haben nach Angaben der UNSCO in ihrem diesjährigen Weltwasserbericht rund 2,2 Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser. 4,2 Milliarden Menschen - mehr als 55 Prozent der Weltbevölkerung – haben zudem keine sicheren Sanitäranlagen. Gleichzeitig liegt der weltweite Wasserverbrauch nach Angaben der UNESCO heute sechs Mal so hoch sei wie vor 100 Jahren und steigt jedes Jahr um ein Prozent an. Der Klimawandel wird nach Einschätzung der Autoren des Berichts unter anderem zu einer Ausdehnung der Trockengebiete führen.

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18.03.20
Deutscher Wetterdienst prognostiziert steigende Temperaturen in Deutschland

Der Deutscher Wetterdienst (DWD) hat erstmals eine Klimaprognose für Deutschland für die kommenden 10 Jahre veröffentlicht. Danach könnte die durchschnittliche Temperatur im laufenden Jahr deutschlandweit um 1,0 bis 1,5 Grad höher liegen als im Mittel der Referenzperiode zwischen 1981 und 2010. Die durchschnittliche Temperatur in den Jahren 2025 bis 2029 wird nach Berechnung des DWD sogar um 1,5 bis 2,0 Grad höher liegen. Berechnungen des Niederschlags der kommenden zehn Jahre deuten nach Angaben des DWD an, dass zum Beispiel im Jahr 2020 in Deutschland mit durchschnittlichen Niederschlägen gerechnet werden kann, der Fünfjahreszeitraum 2020-2024 aber wohl zu trocken ausfällt.

Das Jahr 2019 war in Deutschland nach Angaben des DWD mit einer Mitteltemperatur von 10,3 Grad Celsius zusammen mit dem Jahr 2014 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der 139-jährigen Temperaturzeitreihe. Elf der zwölf Monate des Jahres 2019 waren zu warm. Verglichen mit dem Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961-1990 von 8,2 °C fiel das Jahr 2019 um 2,1 Grad zu warm aus. Neun der zehn wärmsten Jahre in Deutschland traten in den vergangenen 20 Jahren auf. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 beträgt der Erwärmungstrend in Deutschland +1,6 Grad oder 0,11 Grad pro Jahrzehnt, seit 1970 ist eine Zunahme des Temperaturanstiegs auf 0,37 Grad pro Dekade zu verzeichnen.

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17.03.20
Deutschland: Treibhausgasemissionen in 2019 deutlich gesunken

In Deutschland sind die Emissionen von Treibhausgasen in 2019 gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent zurückgegangen. Mit insgesamt 805 Millionen Tonnen CO2 wurden rund 54 Millionen Tonnen weniger ausgestoßen als im Vorjahr. Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 ist die Minderung im Jahr 2019 nach Angaben des Bundesumweltministeriums der größte jährliche Rückgang seit 1990. Gründe für diese Entwicklung sind nach Einschätzung des Ministeriums die Reform des europäischen Emissionshandels, der niedrige Gaspreis, der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie die Abschaltung erster Kohlekraftwerksblöcke.

Auf die Energiewirtschaft entfällt dabei der mit Abstand größte Minderungsbeitrag von fast 51 Millionen Tonnen CO2, 16,7 Prozent weniger als 2018. Ein wesentlicher Faktor war der Einsatz von weniger emissionsintensiven Gas- statt Kohlekraftwerken. In der Industrie gingen die Emissionen gegenüber dem Vorjahr um über sieben Millionen Tonnen CO2 zurück, die entspricht einer Einsparung von rund 3,7 Prozent. Die Emissionen aus dem Gebäudebereich stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fünf Mio. Tonnen an (+ 4,4 Prozent). Weiterhin keine Fortschritte gibt es im Verkehrsbereich, wo die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent stiegen. Zwar kamen nach Darstellung des Bundesumweltministeriums sparsamere Fahrzeuge auf den Markt, gleichzeitig nahm aber auch der Kfz-Bestand zu, so dass in Summe mehr Benzin und Diesel verbraucht wurde. Problematisch ist nach Einschätzung des Ministeriums in diesem Sektor vor allem, dass es seit 1990 so gut wie keine Fortschritte gegeben hat.

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16.03.2020
EU-Kommission stellt Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft vor

Die EU-Kommission hat im Rahmen ihres Green Deals einen Aktionsplan für eine Kreislaufwirtschaft vorgestellt. Er umfasst Maßnahmen, die sich über den gesamten Lebenszyklus von Produkten erstrecken und dafür sorgen sollen, dass diese länger nutzbar sind und leichter repariert und recycelt werden können. Zudem sollen Verpackungen reduziert und Abfall vermieden werden. Um dies zu erreichen, will die EU-Kommission unter anderem verbindlich vorschreiben, dass in der EU auf den Markt gebrachte Produkte so gestaltet werden, dass sie möglichst lange halten und nicht vorzeitig veralten. Zudem sollen sie einen größtmöglichen Anteil recycelter Materialien anstelle von primären Rohstoffen enthalten. Durch die umfangreichen Maßnahmen können nach Berechnungen der EU-Kommission bis 2030 bis zu 700.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Von den neuen Regelungen sind zahlreiche Branchen betroffen. So sollen beispielsweise Geräte wie Handys oder Laptops austauschbare Akkus sowie einheitliche Ladeanschlüsse erhalten und grundsätzlich reparierbar sein. Verbraucher sollen umfassender über die Reparierbarkeit und Haltbarkeit dieser Produkte informiert werden, um diese Aspekte bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen zu können. Zudem soll die Sammlung und Verarbeitung von Elektroschrott verbessert werden. Im Verpackungsbereich soll der „exzessiven Gebrauch“ von Verpackungsmaterial, insbesondere auf Plastikbasis, gesetzlich eingeschränkt werden. Darüber hinaus soll es verbindliche Vorgaben für den Recyclinganteil an Verpackungen geben. Im Textilbereich soll die die Recyclingquote, die derzeit bei nur einem Prozent liegt, deutlich gesteigert werden.

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12.03.2020
EU Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums: Expertengruppe legt Abschlussbericht vor

Die von der EU-Kommission beauftragte Technical Expert Group on Sustainable Finance (TEG) hat ihre Abschlussberichte zu den Themenfeldern „Taxonomie“ und „EU Green Bond Standard“ veröffentlicht. Gleich zwei Berichte beschäftigen sich mit Empfehlungen der Expertengruppe für die Ausgestaltung einer einheitlichen Definition von nachhaltigen wirtschaftlichen Tätigkeiten, der sog. „Taxonomy“. Der Report “Taxonomy: Final report of the Technical Expert Group on Sustainable Finance” enthält Empfehlungen der TEG für die Ausgestaltung der Taxonomie sowie Leitlinien dazu, wie diese von Unternehmen und Finanzinstituten genutzt werden kann. Der „Taxonomy Report. Technical Annex“ definiert für zahlreiche Branchen - unter anderem die Land- und Fortwirtschaft, die Energieerzeugung sowie den Verkehrsbereich - technische Kriterien für die Evaluierung von wirtschaftlichen Tätigkeiten, die einen Beitrag zu den beiden Umweltzielen „Bekämpfung des Klimawandels“ und „Anpassung an den Klimawandel“ leisten.

Mit Blick auf die Weiterentwicklung der Taxonomie spricht sich die TEG dafür aus, zusätzlich zu den bereits definierten sozialen Schutzzielen – die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation bei allen wirtschaftlichen Aktivitäten – explizit weitere soziale Ziele zu integrieren. Außerdem empfiehlt sie, umweltschädliche Aktivitäten mit aufzunehmen und damit eine so genannte "braune" Taxonomie zu entwickeln.

Lesen Sie mehr unter Taxonomy: Final report of the Technical Expert Group on Sustainable Finance und Technical Annex


06.03.2020
Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung legt Zwischenbericht vor

Der von der Bundesregierung einberufene Sustainable Finance-Beirat hat einen ersten Zwischenbericht vorgelegt, der Handlungsempfehlungen für die Strategie der Bundesregierung im Bereich nachhaltiger Finanzen aufzeigt. Als wesentliche Handlungsansätze empfiehlt der Beirat eine lenkungswirksame Gestaltung des CO2-Preises, die Schaffung von Rahmenbedingungen zur Erhöhung geeigneter realwirtschaftlicher Investitionen für mehr Nachhaltigkeit sowie die aktive Mitgestaltung des europäischen Green Deals und des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, insbesondere der Taxonomie als Basis für die Definition, was unter „nachhaltig“ zu verstehen ist.

Der Sustainable Finance-Beirat berät die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie. Er wurde am 6. Juni 2019 durch die Bundesregierung für die Dauer der aktuellen Legislaturperiode eingesetzt, um bestehende Expertise zu bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren zu fördern. Die Mitglieder sind Praktiker aus Finanz- und Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht Die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft für die große Transformation


04.03.2020
Studie der BayernLB Research: Steigende Strompreise - Renaissance der Photovoltaik

In ihrer aktuellen Studie aus der Reihe „Megatrend Energie und Klimawandel“ beschäftigt sich die Research-Abteilung der BayernLB mit den Perspektiven der Photovoltaik. Kernaussagen der Studie sind:

  • Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2014 nahm der bis dahin rasante Ausbau von Solarstrom in Deutschland zunächst deutlich ab.
  • Effizientere Photovoltaik (PV)-Zellen und der rasche Preisverfall der PV-Module machen Solarstrom zur Eigennutzung bei weiter steigenden Strompreisen immer rentabler.
  • Speicher für Strom aus Sonnenenergie amortisieren sich mit steigenden Strompreisen schneller. Die Nachrüstung von PV-Anlagen mit Speichern wird in den nächsten Jahren deutlich zulegen.
  • Schwimmende PV-Anlagen eröffnen der PV-Industrie neue Geschäftschancen.

Lesen Sie Steigende Strompreise - Renaissance der Photovoltaik in Deutschland

Februar 2020

26.02.2020
CDP: Deutsche Unternehmen investieren am meisten in den Klimaschutz

Insgesamt 124 Mrd. Euro haben rund 900 börsennotierte Unternehmen in Europa im vergangenen Jahr in die Verringerung ihrer CO2-Emissionen investiert oder entsprechende Ausgaben angekündigt. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) in einer aktuell vorgestellten Analyse. Davon flossen 65 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung, 59 Mrd. Euro in CO2-arme Technologien. Knapp 90% der gemeldeten Investitionen wurden dem Bericht zufolge in den Sektoren Transport, Energie und Rohstoffe getätigt, insbesondere für erneuerbare Energien oder E-Fahrzeuge.

Besonders aktiv waren nach Aussage des CDP die deutschen Unternehmen. Die 69 in der Analyse erfassten Unternehmen meldeten Investitionen in Höhe von insgesamt 44,4 Mrd. Euro, dies entspricht einem Anteil von rund 36 Prozent an den Gesamtinvestitionen. Platz zwei und drei unter den europäischen Ländern nehmen Spanien (37,9 Mrd. Euro) und Italien (24,3 Mrd.) ein.

Das aktuelle Investitionsniveau reicht nach Einschätzung des CDP nicht aus, um bis 2050 das Ziel der Treibhausgasneutralität zu erreichen. Hierfür müssten die Investitionsausgaben für kohlenstoffarme Technologien mehr als verdoppelt werden.

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14.02.2020
BayernLB zählt zu nachhaltigsten Banken weltweit

Die BayernLB belegt im internationalen Nachhaltigkeitsrating der unabhängigen Rating-Agentur ISS ESG (vormals oekom research) im Segment „Public & Regional Banks“ erneut einen Spitzenplatz. Unter insgesamt 252 bewerteten Instituten rangiert die BayernLB auf Platz acht und erreicht damit wie schon in den Vorjahren eine Top-10-Platzierung (Stichtag 30.01.2020). Besonders positiv bewerteten die Nachhaltigkeitsanalysten von ISS ESG die Leistungen in den Bereichen Corporate Governance und Umweltmanagement. Einen Platz unter den ersten zehn belegt auch regelmäßig die wichtigste Konzerntochter Deutsche Kreditbank AG (DKB).

Die BayernLB erfüllt seit vielen Jahren konsequent die anspruchsvollen Anforderungen der Rating-Agenturen bezüglich Umwelt und Gesellschaft und gehört zu den nachhaltigsten Banken weltweit. Bereits seit 2001 zeichnet ISS ESG die BayernLB regelmäßig für ihr überdurchschnittliches Engagement mit dem sogenannten „Prime-Status“ aus. Dieser signalisiert den Investoren, dass sich die BayernLB systematisch mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzt und dabei Geschäftspotenzial erschließt. ISS ESG zählt zu den weltweit renommiertesten Ratingagenturen im Bereich des nachhaltigen Investments. Als Partner von institutionellen Investoren und Finanzdienstleistern identifiziert ISS ESG die Emittenten von Aktien und Rentenpapieren, die sich durch ein verantwortungsvolles Wirtschaften gegenüber Gesellschaft und Umwelt auszeichnen.

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13.02.2020
BayernLB mehrfach für Arrangement von grünen Kapitalmarkt-Emissionen ausgezeichnet

Die BayernLB ist bei der Verleihung der mtn-i MTN Awards am 6. Februar in London doppelt ausgezeichnet worden. Zwei von der Bank arrangierte Schuldscheindarlehen wurden zum „Deal of the year“ gekürt. Bei beiden Emissionen handelt es sich um ESG-Transaktionen, die Unternehmen verwenden die Mittel also für nachhaltige Investitionen. Prämiert wurde eine Schuldscheintransaktion von Barry Callebaut Services NV – es war das erste Sustainable/Social Corporate-Schuldscheindarlehen, das jemals begeben wurde. Zudem wurde eine Schuldscheinemission der Porsche AG ausgezeichnet. Dabei handelte es sich um die weltweit erste Green Schuldscheintransaktion eines Automobilherstellers und mit einem Volumen von einer Milliarde Euro zugleich um den größten grünen Schuldschein, der bislang im Markt platziert wurde. Bereits im Januar waren überdies zwei von der BayernLB geführte Kapitalmarktransaktionen mit IFR-Awards prämiert worden – eine davon war ebenfalls eine ESG-Transaktion.

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12.02.2020
Studie der BayernLB Research: Windenergie - Weiterer Ausbau unabdingbar

Die Research-Abteilung der BayernLB beschäftigt sich in ihrer aktuellen Studie aus der Reihe „Megatrend Energie und Klimawandel“ mit der Rolle der Windenergie bei der Energiewende. Kernaussagen der Studie sind:

  • Um die Klimaschutzziele im Bereich der Energieerzeugung zu realisieren, soll der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) an der Stromerzeugung bis 2030 von aktuell 47% auf 65% steigen.
  • Auf die Windkraft entfällt bei den Ausbauplänen der Löwenanteil. In Deutschland gehen indessen kaum noch neue Windenergieanlagen (WEA) in Betrieb.
  • Zunehmende Widerstände von Anwohnern, fehlende Stromspeicher und der stockende Ausbau der Stromnetze drohen das Ausbauziel zu gefährden.
  • Mehr Offshore-Windanlagen könnten für Abhilfe sorgen.

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03.02.2020
Climate Bond Initiative: Investoren bevorzugen Green Bonds aus Realwirtschaft

Investoren, die Green Bonds kaufen, achten bei der Anlageentscheidung insbesondere auf die sogenannte grüne Integrität, das Pricing und die Einhaltung von Standards nach der Emission. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Climate Bond Initiative unter den größten europäischen Fixed Income Managern ergeben. Knapp vier von fünf Befragten (79%) würden demnach einen Green Bond nicht kaufen, wenn bei Emission des Bonds die Erträge nicht eindeutig und nachvollziehbar zur Finanzierung grüner Projekte verwendet würden. Bei einem unzureichenden Reporting nach der Ausgabe eines Bonds würden 55 % die Anleihe verkaufen. Die Studie zeigt zudem einen positiven Zusammenhang zwischen der Menge des ausgestoßenen Treibhausgases bestimmter Wirtschaftssektoren und dem Interesse an Bonds aus diesen Bereichen. Bevorzugt werden dabei Emittenten aus der Realwirtschaft (93 %), gefolgt von Entwicklungsbanken (76 %) und Staaten oder staatsnahen Organisationen (57 %). Die beliebtesten Investmentsektoren sind Energie, Transport und Gebäude.

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Januar 2020

16.01.2020
Weltwirtschaftsforum: Klimawandel größtes globales Risiko

Erstmals in der Historie des Berichts des Weltwirtschaftsforums (WEF) über globale Risiken belegen die Gefahren des Klimawandels und damit verbundene Umweltrisiken die ersten fünf Plätze der wahrscheinlichsten Bedrohungen in den kommenden zehn Jahren. Die Rangliste wird angeführt durch die Risiken von extremen Wetterereignissen wie Überschwemmungen und extremen Dürren, die aktuell in Australien zu den verheerenden Buschbränden führen. Auf Rang zwei der Risiken mit der größten Eintrittswahrscheinlichkeit folgt das Versagen im Kampf gegen den Klimawandel, gefolgt von Naturkatastrophen und der Verlust der Artenvielfalt sowie von Menschen ausgelösten Umweltkatastrophen.

Informationen zum Download

09.01.2020
BayernLB Research: Die Schiene soll´s richten

Eine aktuelle Studie von BayernLB Research beschäftigt sich mit der Rolle des Schienenverkehrs bei der Erreichung der Klimaziele im Verkehrsbereich. Ihr Fazit: Ohne eine Stärkung der Schiene sind die Klimaziele im Verkehrsbereich nicht zu stemmen. Weitere Kernaussagen der Studie sind:

  • Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bahn müssen bei der Stärkung der Schiene im Fokus stehen.
  • Netzausbau und -sanierung müssen deutlich schneller erfolgen.
  • Der Verkehrsträger Bahn muss im Güter- und Personenverkehr deutlich attraktiver werden.
  • Das aufgeblähte Planungsrecht und wachsende Widerstände von Anwohnern erschweren die Erreichung der politischen Zielvorgaben.

Die gesamte Studie jetzt lesen


07.01.2020
CO2-Ausstoß in Deutschland stark gesunken

Die Treibhausemissionen in Deutschland sind 2019 um mehr als 50 Millionen Tonnen gesunken und lagen damit rund 35 Prozent unter dem Niveau von 1990. Das zeigt die Jahresauswertung "Die Energiewende im Stromsektor – Stand der Dinge 2019", die Agora Energiewende vorgelegt hat. Durch den aus Sicht der Organisation überraschend deutlichen Rückgang rückt das Ziel Deutschlands, bis 2020 die Emissionen um 40 Prozent zu mindern, doch noch in greifbare Nähe. Für den Rückgang verantwortlich ist dabei ausschließlich der Stromsektor: Braun- und Steinkohle produzierten deutlich weniger Strom, erneuerbare Energien deckten knapp 42,6 Prozent der Stromnachfrage und damit fast fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Damit erzeugten Wind-, Wasserkraft, Solarstrom- und Biogasanlagen erstmals mehr Strom als Kohle- und Kernkraftwerke zusammen.

Hauptursache des Emissionsrückgangs im Stromsystem sind nach Aussagen von Agora Finanzwende die gestiegenen Preise für CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel. Sie führten in Verbindung mit der gestiegenen Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und einem gesunkenen Stromverbrauch dazu, dass fossile Kraftwerke ihre Stromproduktion an vielen Stunden des Jahres 2019 deutlich reduzierten, weil diese nicht mehr wettbewerbsfähig war. Die Stromerzeugung von Steinkohlekraftwerken ging deshalb um 31 Prozent zurück, die von Braunkohlekraftwerken um 22 Prozent. Davon profitierten auch Gaskraftwerke, die weniger CO2-Zertifikate für ihre Stromerzeugung benötigen; sie erhöhten ihren Stromabsatz um elf Prozent.

Mehr zur Jahresauswertung 2019 von Agora Energiewende

Dezember 2019

05.12.2019
Germanwatch: Deutschland 2018 auf Platz 3 bei Betroffenheit durch Extremwetter

Erstmals in der 14-jährigen Historie des von der deutschen Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erstellten Klima-Risiko-Index gehört Deutschland zu den drei weltweit am stärksten von Extremwettern betroffenen Staaten. Der Index zeigt, wie stark Länder von Wetterextremen wie Überschwemmungen, Stürmen und Hitzewellen betroffen sind. Analysiert werden die menschlichen Auswirkungen (Todesopfer) sowie die direkten ökonomischen Verluste. In Deutschland forderten nach Aussagen von Germanwatch im Jahr 2018 allein die Hitzewellen mehr als 1.200 Todesopfer und verursachten in Kombination mit der Rekorddürre Schäden in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro. Die Gesamtschäden durch Wetterextreme in Deutschland beliefen sich 2018 auf rund 4,5 Mrd. Euro. Nur Japan und die Philippinen waren im vergangenen Jahr noch stärker von Extremwettern betroffen. Im Langfrist-Index, der die Jahre 1999 bis 2018 betrachtet, sind Puerto Rico, Myanmar und Haiti die am stärksten von Stürmen, Überflutungen und Dürren betroffenen Staaten.

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November 2019

29.11.2019
GDV: Hohe Schäden an Immobilien durch Starkregen

Extreme Regenfälle haben im Zeitraum zwischen 2002 und 2017 bundesweit knapp 1,3 Millionen Schäden an Wohngebäuden verursacht. Die Beseitigung der Folgen kostete betroffene Hausbesitzer deutschlandweit durchschnittlich 5.293 Euro. Insgesamt beliefen sich die Schäden auf rund Milliarden Euro. Das sind die zentralen Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojekts des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Bundesregierung hatte in ihrem gerade veröffentlichten 2. Monitoringbericht zum Klimawandel festgestellt, dass Tendenzen zu mehr Starkniederschlägen zu erkennen sind, aufgrund der Datenlage noch keine statistisch gesicherten Aussagen gemacht werden können..

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27.11.2019
Klimawandel in Deutschland: Aktueller Monitoringbericht dokumentiert weitreichende Folgen

Die Folgen des Klimawandels sind in Deutschland immer stärker zu spüren. Zu diesem Schluss kommt der 2. Monitoringbericht zum Klimawandel, den die Bundesregierung im Vorfeld der Weltklimakonferenz veröffentlicht hat. So ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland zwischen 1881 und 2018 bereits um rund 1,5 ° C gestiegen und damit stärker als im weltweiten Mittel (+ 1°C). Auch die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen von mehr als 30°C hat zugenommen: Seit 1951 von etwa drei pro Jahr auf derzeit rund zehn. Die Sommer 2003, 2018 und 2019 waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Seit 1881 hat auch die mittlere jährliche Niederschlagsmenge um 8,7 Prozent zugenommen. Nach Aussage des Berichts sind dabei Tendenzen zu mehr Starkniederschlägen zu erkennen, aufgrund der Datenlage können die Experten dazu aber nach eigenen Aussagen noch keine statistisch gesicherten Aussagen machen.

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26.11.2019
WMO: Treibhausgase auf Rekordniveau

Nach einer aktuellen Studie der Weltwetterorganisation (World Meteorological Organization, WMO) befinden sich in der Atmosphäre aktuell so viele Treibhausgase wie noch nie zu Lebzeiten des Menschen. Im Jahr 2018 erreichte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre im Jahresdurchschnitt einen Wert von 407,7 parts per million (ppm), so hoch waren die Werte nach Angaben der WMO zuletzt vor drei bis fünf Millionen Jahren. Gleichzeitig hat die Konzentration des besonders klimaschädlichen Methan ein Rekordniveau erreicht und liegt aktuell um knapp 260 Prozent über dem Niveau der vorindustriellen Zeit. Einen Anstieg der Konzentration gab es schließlich auch bei den Stickoxiden, Grund hierfür ist nach Aussage der WMO der massive Einsatz von Dünger. Fazit der WMO: „Es gibt keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Trends, geschweige denn einen Rückgang der Treibhausgaskonzentrationen, trotz aller Zusagen im Pariser Klimaabkommen.“

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22.11.2019
Immer mehr Unternehmen wollen klimaneutral produzieren

In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Unternehmen gestiegen, die ihre Produktion klimaneutral gestalten wollen. So hat Bosch angekündigt, bereits ab 2020 an allen rund 400 Standorten weltweit keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen zu wollen. Mercedes hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2022 in allen Werken in Deutschland klimaneutral zu produzieren, RWE will seine Energieerzeugung bis 2040 so umgestellt und weiterentwickelt haben, dass Klimaneutralität erreicht ist. Die gleiche Zielmarke hat sich zuletzt auch der Spezialchemie-Konzern LANXESS gesetzt. Bis 2040 will der Konzern klimaneutral werden und seine Treibhausgas-Emissionen von derzeit rund 3,2 Millionen Tonnen CO2e abbauen. In einem ersten Zwischenschritt will LANXESS dazu bis 2030 eine Reduzierung um 50 Prozent erreichen.

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20.11.2019
BayernLB arrangiert ersten Blue Social Bond der DKB

Gemeinsam haben ABN Amro, BayernLB, DZ Bank, Natixis und UniCredit einen Blue Social Bond der BayernLB-Tochter DKB platziert. Der Pfandbrief ist Teil des Social Bond Programms der DKB und berücksichtigt neben den Social Bond Principles (SBP) auch die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs). Die aufgenommenen Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro werden für die Finanzierungen von Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung genutzt. Das Orderbuch lag bei über zwei Milliarden Euro.

Dem Social Pfandbrief liegt ein „Blue“ Darlehenspool in Höhe von 1,3 Milliarden aus dem Social Bond Programm der DKB zugrunde. Rund 90 Investoren sorgten für ein vierfach überzeichnetes Orderbuch. Die Laufzeit des Blue Social Bond beträgt 10 Jahre, der Kupon 0,01 Prozent. Die Anleihe wurde zu 62 Prozent in Deutschland gezeichnet, der Auslandsanteil lag bei 38 Prozent, der Anteil an ESG-Investoren betrug 30 Prozent.

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18.11.2019
Klimawandel macht krank

Kinder, die heute zur Welt kommen, werden ihr ganzes Leben lang mit Gesundheitsrisiken zu kämpfen haben, die der Klimawandel mit sich bringt. Zu diesem Schluss kommen 120 Wissenschaftler in einer aktuellen Studie. Am stärksten werden Kinder unter Infektionskrankheiten leiden, die sich aufgrund der höheren Temperaturen ausbreiten. Dazu gehören beispielsweise durch Vibrio-Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankungen und das durch Mücken übertragene Dengue-Fieber. Heute muss laut dem Bericht bereits fast die Hälfte der Weltbevölkerung mit dem Risiko leben, an Dengue zu erkranken. In Deutschland wurden 2019 erste Infektionen mit dem West-Nil-Virus registriert. Als weitere Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder nennen die Wissenschaftler Allergien und Unterernährung.


15.11.2019
G20-Staaten tun zu wenig für den Klimaschutz

Die 19 führenden Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union engagieren sich nach einer aktuellen Studie der internationalen Initiative Climate Transparency zu wenig für den Schutz des Klimas. Trotz der bereits getroffenen Maßnahmen ist der Ausstoß von Treibhausgasen in den G20-Staaten, die für 80 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind, im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gestiegen. Deutschland schneidet nach Angaben der Studie vor allem in den Bereichen Verkehr und Gebäude im G20-Vergleich schlecht ab.

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06.11.2019
11.000 Wissenschaftler warnen vor Klima-Notstand

Gut vier Wochen vor Beginn des Weltklimagipfels in Madrid haben mehr als 11.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 153 Ländern eindringlich vor den Risiken des Klimawandels gewarnt. Im Fachjournal BioScience prognostizierten sie „unsägliches menschliches Leid“, wenn sich das menschliche Verhalten, das zu Treibhausgasausstoß und anderen den Klimawandel begünstigenden Faktoren führt, nicht grundlegend und anhaltend verändere. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören auch 871 Forscherinnen und Forscher deutscher Universitäten und Institute. „Wissenschaftler haben eine moralische Pflicht, die Menschheit vor jeglicher katastrophaler Bedrohung zu warnen“, sagte Co-Autor Thomas Newsome von der University of Sydney. „Aus den vorliegenden Daten wird klar, dass wir einem Klima-Notfall gegenüberstehen.“

Die Wissenschaftler fordern in ihrem Beitrag vor allem in sechs Bereichen Veränderungen: Umstieg auf erneuerbare Energien, Reduzierung des Ausstoßes von Stoffen wie Methan und Ruß, besserer Schutz von Ökosystemen wie Wäldern und Mooren, Konsum von mehr pflanzlichen und weniger tierischen Produkten, nachhaltige Veränderung der Weltwirtschaft und Eindämmung des Anwachsens der Weltbevölkerung.

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05.11.2019
Ökostrom-Anteil in Deutschland steigt auf Rekordwert

Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien hat in Deutschland in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen neuen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten erneuerbare Energiequellen zusammen 42,9 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland. Das ist ein Plus von fast fünf Prozentpunkten zum Vorjahreszeitraum.

In den ersten neun Monaten wurden nach Angabe der beiden Organisationen insgesamt rund 183 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Damit lagen Wind, Sonne und andere Erneuerbare um rund 50 Prozent über der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle, die insgesamt rund 125 Milliarden Kilowattstunden beitrugen.

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04.11.2019
25. Klimagipfel zieht um

Nach der Absage Chiles wird die diesjährige Weltklimakonferenz in Madrid stattfinden. Die chilenische Regierung begründete die Absage mit der instabilen innenpolitischen Lage. Die vom 2. bis 13. Dezember 2019 stattfindende Konferenz ist bereits das 25. Treffen zum internationalen Klimaschutz. Die sog. Conference of the Parties (COP) 25 ist gleichzeitig das 15. Treffen zum Kyoto-Protokoll (15th Meeting of the Parties to the 1997 Kyoto Protocol, kurz CMP 15) sowie das 4. Treffen der “Conference of the Parties serving as the meeting of the Parties to the Paris Agreement (CMA)”.

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Oktober 2019

16.10.2019
Umweltverschmutzung und Klimawandel bereiten Jugendlichen Sorgen

Eine Mehrheit der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland blickt insgesamt positiv in die Zukunft, allerdings bestimmen auch Ängste die junge Generation. Dies ist eine zentrale Erkenntnis der aktuellen Shell-Jugendstudie 2019. Besonders groß ist dabei die Furcht vor Umweltzerstörung. 71% der 2.572 befragten Jugendlichen gaben an, die Verschmutzung der Umwelt mache ihnen Angst. Bei der Befragung im Jahr 2015 hatte noch die Furcht vor Terroranschlägen vorn gelegen. Der aktuellen Befragung zufolge sorgen sich darum heute immer noch zwei Drittel (66%) der jungen Menschen. Die Angst vor dem Klimawandel landet auf Platz drei (65%). Den insgesamt hohen Stellenwert des Themas Umwelt- und Klimaschutz zeigt sich auch bei der Frage nach Werten: Im Vergleich zum Jahr 2002 hat insbesondere der Wert "umweltbewusstes Leben" an Bedeutung gewonnen. Während diesen 2002 insgesamt 60 % der Jugendlichen für wichtig hielten, waren es in der aktuellen Befragung 71%.

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07.10.2019
Offenheit für E-Autos steigt

Für mehr als zwei Drittel (68%) der Führerscheinbesitzer in Deutschland kommt die Anschaffung eines reinen E-Autos prinzipiell in Frage. In 2018 hatte dieser Anteil noch bei 62% gelegen. Besonders offen für Elektromobilität sind jüngere Führerscheinbesitzer: Bei den 18- bis 24-jährigen liegt die prinzipielle Bereitschaft, ein E-Auto anzuschaffen, bei 84% (2018: 79%). Unverändert blieb die Bereitschaft für ein E-Auto mit 51% bei den 55- bis 69-jährigen. Der Energieversorger Eon hat für die Studie mehr als 2.000 Führerscheinbesitzer zwischen 18 und 69 Jahren befragen lassen.

September 2019

25.09.2019
Institutionelle Investoren wollen klimaneutral investieren

Die in der Net-Zero Asset Owner Alliance zusammengeschlossenen Pensionsfonds und Versicherer haben sich anlässlich des Klimagipfels in New York dazu verpflichtet, ihre Anlageportfolios in Höhe von insgesamt 2,4 Billionen US-Dollar klimaverträglich zu stellen. Bis 2050 sollen die Anlageportfolios der Versicherer und Kapitalanleger vollständig klimaneutral sein, für 2025, 2030 und 2040 hat sich die Net-Zero Asset Owner Alliance Etappenziele gesetzt. Um ihr Ziel zu erreichen, wollen die Investoren die Erzeuger schädlicher Klimagase - etwa Betreiber von Kohlekraftwerken - zum Umstieg auf eine umweltverträglichere Produktion bewegen, sich aber notfalls auch von ihren Anteilen trennen.

Die Net-Zero Asset Owner Alliance wurde Anfang 2019 von der Allianz, der Caisse des Dépôts, der Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ), der Folksam Group, PensionDanmark und der Swiss Re initiiert. Seitdem sind Alecta, AMF, CalPERS, Nordea Life and Pension, Storebrand und Zurich als Gründungsmitglieder beigetreten. Die Alliance, die von der Finanzinitiative der UNEP und den Principles for Responsible Investment (PRI) einberufen ist, wird zudem vom WWF unterstützt und ist Teil der Mission 2020-Kampagne, einer Initiative unter der Leitung von Christiana Figueres, der ehemaligen Exekutivsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

Die BayernInvest, 100%ige Tochter der BayernLB, hatte bereits in der vergangenen Woche anlässlich ihres 1. Ökonomics Investor Summit 2019 angekündigt, spätestens bis zum Jahr 2025 alle in eigener Verantwortung gemanagten Portfolien in Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu bringen – in Abstimmung mit den jeweiligen Anlagestrategien der Kunden. Zudem stellt die BayernInvest auch als Unternehmen selbst bis zum Jahr 2022 die Weichen auf Klimaneutralität.

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23.09.2019
Klimagipfel in New York beginnt

In New York beginnt heute der UN Klimagipfel. Ziel des Gipfels, zu dem zahlreiche Staatsoberhäupter anreisen, ist es, über Lösungsansätze zum Schutz des Klimas zu debattieren. Anders als bei der jährlichen Konferenz der Vertragsstaaten des Weltklimavertrages, die in diesem Jahr Anfang Dezember in Santiago de Chile stattfinden wird, werden vom Klimagipfel allerdings keine bindenden Beschlüsse für den Klimaschutz erwartet. Die Bundesregierung wird durch Kanzlerin Angela Merkel vertreten, die mit den jüngsten Beschlüssen des Klimakabinetts nach New York reist. Begleitet wird die Konferenz von weltweiten Protesten von Klimaaktivisten, unter anderem der Fridays for Future-Bewegung.

Website der UN zum Klimagipfel (englisch)


11.09.2019
Klimaschutz rechnet sich

Investitionen in den Klimaschutz sind im Hinblick auf die Folgen für Menschen und Umwelt nicht nur geboten, sondern auch wirtschaftlich attraktiv. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Globalen Kommission für Anpassung (Global Commission on Adaptation). Die Kommission schätzt, dass Investitionen in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar in Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel bis 2030 einen Nettogewinn von sieben Billionen generieren können. In der Studie geht es darum, wie die Wirtschaft vor Verlusten durch den Klimawandel geschützt und gleichzeitig ökonomischen Chancen realisiert werden können. Dazu gehören nach Einschätzung der Kommission beispielsweise verbesserte Frühwarnsysteme für sich häufende Naturkatastrophen, dürreresistente Nutzpflanzen und ein besserer Hochwasserschutz.

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09.09.2019
Energie- und Umweltverbände verabschieden 10-Punkte-Plan zur Windenergie

Die Wirtschaftsverbände BDEW, BWE, VDMA Power Systems und VKU sowie die Umweltschutzorganisationen Greenpeace, Germanwatch, WWF und DUH haben einen gemeinsamen 10-Punkte-Plan zur Windenergie vorgelegt. Die Verbände schlagen zehn Maßnahmen vor, um die größten Hemmnisse beim Ausbau der Windenergie in Deutschland zu beseitigen. Ziele sind insbesondere die Gewährleistung der Flächenverfügbarkeit, die Handhabbarkeit naturschutzrechtlicher Vorgaben sowie die Stärkung der Kommunen und Behörden vor Ort. Die Verbände appellierten zudem an die beteiligten legislativen Akteure, ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes abzugeben.

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09.09.2019
Deutsche Autofahrer bei E-Autos weiterhin zurückhaltend

Nur rund jeder vierte Bundesbürger interessiert sich für Elektroautos und kann sich grundsätzlich vorstellen, ein solche Auto zu kaufen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung EY. Für 64 Prozent der Bundesbürger kommen Elektroautos dagegen vorerst nicht in Frage. Aus ihrer Sicht sprechen der hohe Anschaffungspreis, die geringe Reichweite und die noch zu geringe Dichte bei den Ladestationen gegen den Kauf eines Elektroautos. Gleichzeitig kann sich jeder vierte Deutsche nicht vorstellen, auf ein eigenes Auto zu verzichten, 44 Prozent wollen ihr Mobilitätsverhalten nicht ändern und lediglich 13 Prozent erwägen, aus Gründen des Klimaschutzes weniger Auto zu fahren.


05.09.2019
Energiewende-Index: Energiewende ist ins Stocken geraten

Die Energiewende ist massiv ins Stocken geraten, ein Großteil der selbstgesteckten Energie- und Klimaziele wird verfehlt. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Energiewende-Index, den die Unternehmensberatung McKinsey seit 2012 alle sechs Monate veröffentlicht. Dazu bewertet McKinsey den Stand der Energiewende entlang der drei Dimensionen des energiewirtschaftlichen Dreiecks: Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Innerhalb dieser Dimensionen werden insgesamt 14 Indikatoren analysiert und aktuell daraufhin bewertet, inwieweit sie ihre für 2020 geplanten Zielwerte im geplanten Zeitverlauf der Energiewende erreicht haben.

Der aktuelle Index liefert einen Gesamtüberblick über die Entwicklung aller Indikatoren seit Beginn der Untersuchung. Das Fazit von McKinsey: Deutschland verfehlt den Großteil seiner selbstgesteckten Ziele für die Energiewende bis 2020. Gleichzeitig ist mittelfristig nach dem beschlossenen Atom- und Kohleausstieg die Versorgungssicherheit gefährdet, wenn die abgeschalteten Kapazitäten nicht rechtzeitig flexibel ersetzt werden und der Ausbau der Transportnetze schneller vorankommt. Von den 14 Indikatoren und Zielen, die der Energiewende-Index regelmäßig erfasst, haben sich seit 2012 nur sechs insgesamt positiv bzw. stabil entwickelt.

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August 2019

27.08.19
ADAC: Erdgasautos haben aktuell die beste Klimabilanz

Erdgasbetrieben Autos sind derzeit am wenigsten klimaschädlich. Dies zeigt ein Vergleich verschiedener Antriebsarten, die der ADAC in Auftrag gegeben hat. Verglichen wurden Benzin-, Diesel- und Erdgasautos mit Elektroautos, die mit dem aktuellen deutschen Strommix fahren. Dabei wurden alle relevanten Energieaufwendungen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges berücksichtigt. Dazu gehören die Treibhausgas (THG-)-Emissionen, die bei Fahrzeugherstellung und -recycling entstehen, sowie alle Emissionen, die bei der Bereit- und Herstellung des Kraftstoffs oder Stroms frei werden (Well-to-Tank) sowie bei der Fahrzeugnutzung (Tank-to-Wheel). Neben CO2, das vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger anfällt, sind auch Methan-Emissionen (CH4) von gasförmigen Kraftstoffen und Lachgas (N2O) aus dem Anbau von Biomasse relevant.

Unter Beachtung dieser Faktoren erreicht derzeit der Erdgasantrieb die beste Klimabilanz. Die Klimabilanz der Elektrofahrzeuge wird insbesondere durch die THG-Emissionen der Batterieherstellung und Strombereitstellung bestimmt. Der vergleichsweise hohe Anteil von Kohlestrom am deutschen Strommix führt dabei dazu, dass die Klimabilanz von Elektroautos derzeit noch vergleichsweise schlecht ausfällt. Erst mit Nutzung von regenerativem Strom zeigt sich nach Aussagen des ADAC eine deutliche Verbesserung der THG-Bilanz von Elektrofahrzeugen. Deshalb ist nach Einschätzung des ADAC der Ausbau der erneuerbaren Quellen zur Stromerzeugung zur Schaffung eines ausreichenden Angebots regenerativ erzeugter Energien sowie Versorgungsnetze, die an die neuen Bedingungen angepasst sind, zwingend erforderlich.

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23.08.19
BayernLB begleitet Dual Tranche Green Hybrid Bond für die EnBW AG

Die BayernLB hat als Joint Lead Manager eine grüne Hybridanleihe für die EnBW arrangiert, die mit den Erlösen ausschließlich klimafreundliche Projekte finanziert. Die auf das Thema Nachhaltigkeit spezialisierte Ratingagentur ISS-oekom hat den EnBW-Anleihen die Einhaltung der Green Bond Principles bestätigt. Zudem wurden die Grünen Hybridanleihen nach den hohen Standards der Climate Bonds Initiative (CBI) zertifiziert. Die Anleihen haben jeweils ein Volumen von 500 Millionen Euro und Laufzeiten von rund 60 Jahren.

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20.08.2019
BayernLB, ING und LBBW platzieren Rekord-Green Schuldschein für Porsche AG

Gemeinsam haben BayernLB, ING und LBBW einen grünen Schuldschein für die Porsche AG arrangiert. Die ING unterstützte die Transaktion zudem als „Green Advisor“. Es ist die erste grüne Schuldscheintransaktion eines Automobilherstellers und gleichzeitig der bisher größte grüne Schuldschein. Er wurde in Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren platziert und sowohl mit fester als auch mit variabler Verzinsung angeboten. Es wurde die gewünschte breite Diversifizierung der Investorenbasis erreicht und das hohe Interesse der rund 100 deutschen sowie internationalen Investoren führte zu einer Erhöhung des ursprünglich geplanten Volumens von 300 Mio. Euro auf eine Milliarde Euro.

Die Porsche AG wird das aufgenommene Kapital im Rahmen ihres Green Finance Frameworks für die Forschung, Entwicklung und Produktion von Elektroautos (Porsche Taycan) sowie für Investitionen in effiziente Fabriken, die ausschließlich batteriebetriebene Fahrzeuge produzieren, verwenden. Die Übereinstimmung mit den Green Bond Principles wurde zudem durch die unabhängige Agentur ISS-oekom bestätigt.

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12.08.2019
Weltklimarat fordert umfassende Reform der Landnutzung

Der Weltklimarat (IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change) fordert in seinem jüngsten Sonderbericht zum Zusammenhang von Landwirtschaft und Klimawandel eine radikale Reform der weltweiten Landnutzung. Nach Analysen der Wissenschaftler ist die Temperatur über den Landflächen seit Ende des 19. Jahrhunderts bereits um rund 1,5 Grad Celsius gestiegen. Knapp ein Viertel der für den Temperaturanstieg verantwortlichen Treibhausgasemissionen stammen dabei aus der Landnutzung, vor allem aus Waldrodungen und aus der Landwirtschaft. Eine weitere Erderwärmung, so die Befürchtung der Wissenschaftler, könnte sich massiv auf die Nahrungsproduktion auswirken und zu Versorgungsengpässen führen. Der Weltklimarat empfiehlt unter anderem eine deutliche Verringerung der Abholzung der Wälder, einen besseren Schutz der Moore sowie eine Umstellung der Ernährung weg vom Fleisch.

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05.08.2019
Forscher: Hitzerekorde im Juli Folge des Klimawandels

Nach Analysen des internationalen Forscherteams des World Weather Attribution Project (WWA) lassen sich die im Juli 2019 in Europa erreichten Hitzerekorde nur durch den Klimawandel erklären. Nach einer am 2. Augst veröffentlichten Analyse wäre die jüngste Hitzewelle an allen gemessenen Standorten in Europa ohne Klimawandel um 1,5 bis 3 Grad C geringer ausgefallen. Das Risiko für Hitzewellen im Juli hat sich für nach Aussagen der Forscher in Westeuropa mindestens verfünffacht.

Das WWA, an dem sich auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) beteiligt, beschäftigt mit dem Zusammenhang von Klima und Wetter. Der noch relativ neue Forschungsbereich berechnet etwa, wie viel wahrscheinlicher Extremwetterereignisse durch Klimawandel werden und welchen Anteil menschengemachter Klimawandel an einem bestimmten Ereignis hat.

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Themenspezial "Hitzesommer - Auswirkungen auf die Wirtschaft"

Juli 2019

29. Juli 2019
Erdüberlastungstag fällt auf den 29. Juli

Nach Berechnungen der Denkfabrik Global Footprint Network wurden bereits am 29.7. die Vorräte an Holz, Ackerland und Fischen sowie anderen natürlichen Ressourcen verbraucht, die eigentlich ein ganzes Jahr reichen müssen, um die Erde im natürlichen Gleichgewicht zu halten. 2017 hatten die Menschen ihre natürlichen Ressourcen für das Jahr noch drei Tage später verbraucht, 2016 sogar sieben Tage. Errechnet wird das Datum des „Earth Overshoot Day seit dem Jahr 1970. Damals fiel der Tag auf den 29. Dezember.

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16.07.2019
München bald so warm wie Mailand

Eine Studie der Schweizer Universität ETH hat den Temperaturanstieg in 500 Großstädten bis zum Jahr 2050 untersucht. Das Ergebnis: In 77 Prozent der Städte könnte in den kommen 30 Jahren ein sehr großer Temperaturanstieg zu verzeichnen sein. Nach Analysen der Forscher könnte die Durchschnittstemperatur in Berlin um 6,1, Grad steigen und damit auf dem Niveau des australischen Canberras liegen. In München würde der Wert um 4,6 Grad steigen; vergleichbar mit der heutigen Temperatur in Mailand.

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11.07.2019
Klimawandel aus CEO-Sicht größte Bedrohung für Unternehmen

Der Klimawandel und andere Umweltrisiken stellen nach Einschätzung globaler CEO die größte Bedrohung für das Wachstum ihrer Unternehmen dar. Für 22% der rund 1.300 von KPMG befragten Vorstandsvorsitzenden bieten diese Entwicklungen Anlass zur Sorge. Auf Rang 2 landet mit 18% die Rückkehr zum Protektionismus, auf Rang 3 Unsicherheiten durch disruptive Technologien (18%).

Mehr Informationen auf der KPMG-Website


05.07.2019
Weltweite Aufforstung kann Klimawandel stoppen

Durch die Neubepflanzung von rund 900 Millionen Hektar Wald könnten der Klimawandel effektiv bekämpft und das 1,5°-Ziel des Weltklimarates IPCC erreicht werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der ETH Zürich. Derzeit sind weltweit rund 2,8 Milliarden Hektar mit Wald bedeckt, die vorgeschlagene Aufforstung wäre möglich, ohne dass Städte oder Agrarflächen beeinträchtigt würden. Die neuen Wälder, die etwa der Größe der USA entsprächen, könnten 205 Milliarden Tonnen CO2 speichern. Dies sind ungefähr zwei Drittel der rund 300 Milliarden Tonnen CO2, die seit Beginn der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht wurden und in die Atmosphäre gelangt sind.

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02.07.2019
Finnland will bereits bis 2035 klimaneutral werden

Bis 2015 und damit früher als alle anderen Industriestaaten will Finnland klimaneutral werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen und ihre Aufnahme insbesondere durch Wälder die Waage halten. Nach 2035 strebt Finnland sogar einen negativen Saldo an: Es soll dann mehr CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden als durch finnische Unternehmen und Privathaushalte emittiert wird. Mit der Zielmarke 2035 ist Finnland Vorreiter innerhalb der EU vor Island, das bis 2040 klimaneutral sein will und Schweden, das sich dieses Ziel für 2045 gesetzt hat. Deutschland hält bislang an der Zielmarke 2050 fest.