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UK: Erste Bilanz für Boris Johnsons Brexit

Die schottischen Parlamentswahlen und die BIP-Veröffentlichung für Q1 geben Aufschluss darüber, ob der Brexit ein Erfolg war. Darüber hinaus: aufschlussreiche Preis- und Industriedaten aus den USA.

Auf zwei verschiedene Arten wird Prime Minister Boris Johnson in diesen Tagen für sein Brexit-Abkommen zur Rechenschaft gezogen. Bei den gestrigen Regionalwahlen geht der Blick auf die Parlamentswahl in Schottland und die dortigen Unabhängigkeitsbestrebungen. Die favorisierte Schottische Nationalpartei (SNP) unter First Minister Nicola Sturgeon strebt ein neues Plebiszit zur Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich an. Unterstützung dabei dürfte die SNP im Falle keiner ausreichenden Mehrheit von den Grünen erhalten. Das Endergebnis wird für Samstag erwartet. Bis zu einem neuen Unabhängigkeitsreferendum ist es dann aber noch ein weiter Weg. Die Entscheidung liegt letztlich bei Boris Johnson, der einen erneuten Urnengang zur Unabhängigkeitsfrage nach 2014 (Pro: 44,7%, Contra: 55,3%) ablehnt. In den Umfragen seit Jahresbeginn tendieren die Schotten zum Verbleib im UK, der Druck auf 10 Downing Street muss aus Sicht der SNP also noch deutlich zunehmen. Dazu könnte eine anhaltende Wirtschaftsschwäche beitragen. Kommenden Mittwoch werden die Q1-BIP-Zahlen für UK veröffentlicht. Wir erwarten einen überraschend starken Einbruch der Wirtschaftsleistung. Der Außenhandel hat spürbar unter dem Brexit gelitten. Ob die Schotten wegen einer schwächelnden Konjunktur im König?reich aber unabhängig werden, steht auf einem anderen Blatt.

Der Wochenfahrplan
Die USA stehen im Fokus. Verbraucher?preise, Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion geben neue Einblicke

Lesen Sie weiter UK: Erste Bilanz für Boris Johnsons Brexit ( 10.5. – 14.5.2021, Die Woche)

Weitere Ausgaben (Mai 2021/April 2021)

In den USA verleiht die starke Konjunktur dem Jobmarkt kräftig Rückenwind. In Deutschland dürfte die Industrie den Winter-Blues auch langsam abschütteln.
US-Arbeitsmarkt auf Erholungskurs ( 3.5. – 7.5.2021, Die Woche)

Diese Woche erwartet uns eine ganze Flut an Daten vor allem aus Deutschland. Zudem tagt die Fed und das US-Q1-BIP steht an. Dieses sollte stark ausfallen.
US-Konjunktur im Aufbruch ( 26.4. – 30.4.2021, Die Woche)

Schnelle Impferfolge garantieren nicht immer dauerhaft sinkende Neuinfektionszahlen, wie Chile zeigt. Zudem: In unserem EZB-Preview blicken wir voraus auf die Pressekonferenz am kommenden Donnerstag.
Impfstrategie wichtiger Teil des Corona-Puzzle ( 19.4. – 23.4.2021, Die Woche)

Nächste Woche dominieren die US-Daten, mit Zahlen zur Inflation, Industrieproduktion und zum Einzelhandel. Die CPI-Daten könnten dabei die Inflations-Debatte jenseits des Atlantiks neu anfachen.
US-Inflation – bleiben die Märkte gelassen? ( 12.4. – 16.4.2021, Die Woche)

In einer ruhigen Osterwoche sollten erfreuliche Meldungen von der deutschen Industrie und vom Einkaufsmanagerindex im US-Dienstleistungssektor für gute Stimmung sorgen.
Industrie bleibt das Zugpferd der Wirtschaft ( 5.4. – 9.4.2021, Die Woche)

Neben dem US-Arbeitsmarktbericht und dem ISM liegt der Fokus nächste Woche auf der Preisentwicklung im Euro-Raum.
US-Arbeitslosenhilfen bremsen Stellenaufbau (29.3. – 2.4.2021, Die Woche)