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Research

Wer hat Angst vor der US-Wahl?

Neben dem Evergreen-Risiko Brexit machen sich US-Wahlunsicherheiten breit, welche vor allem auf die Konsumentenstimmung drücken. Zudem stehen Inflations- und Arbeitsmarktzahlen (Europa & USA) an.

Neben dem politischen Evergreen-Risikofaktor Brexit sind zuletzt vor allem die US-Wahlen in den Fokus gerückt. Dabei ist es fast egal auf welchen Teilmarkt man schaut, in aller Regel ist eine höhere implizite Volatilität zu erkennen, sobald die jeweiligen Instrumente die Wahlen umfassen. Mittlerweile geht es fast weniger darum, wer das Präsidentschaftsrennen macht und wie der Kongress am Ende aussieht. Die Hauptsorgen sind mehr, dass die Wahlen nicht reibungslos verlaufen, es etwa eine Verfassungskrise aufgrund von Wahlanfechtungen oder flächendeckende Unruhen (Stichwort Portland) gibt. Öl ins Feuer goss dabei Trump diese Woche, als er im Zusammenhang mit der Neubesetzung des frei gewordenen Postens im Supreme Court sagte, dass das Wahlergebnis vor diesem landen werde. Zusammen mit den noch lange nicht aufgeholten Stellenverlusten am Arbeitsmarkt und den ausgelaufenen Arbeitslosenhilfen aus Washington (ein weiteres Fiskalpaket vor den Wahlen erscheint zunehmend unwahrscheinlich) ist dies natürlich kein gutes Umfeld für die Konsumentenstimmung. Wir rechnen deshalb anders als der Konsens mit einem weiteren Rückgang des Conference Board-Konsumentenvertrauens nächste Woche.

Der Wochenfahrplan

In Europa wird sich eine schwache Inflation bestätigen. Vom Arbeitsmarkt (USA u. DE) könnten verhalten positive Meldungen kommen.

Lesen Sie weiter Wer hat Angst vor der US-Wahl? (28.9. – 02.10.2020, Die Woche)

Weitere Ausgaben (September/August 2020)

Mal wieder sind die Augen auf das UK-Unterhaus gerichtet. Zudem wird es eine Flut an PMI-Zahlen und Reden von FOMC-Vertretern geben und es tagen die Notenbanken in Schweden, Neuseeland und der Schweiz.
Neues Kapitel in der Brexit-Saga (21.9. – 25.9.2020, Die Woche)

Nach der EZB- ist vor der Fed-Sitzung, auf welcher aber nur verbal und nicht mit weiteren Entscheidungen nachgelegt wird. Außerdem: Industrieproduktion und Einzelhandel in den USA, sowie BoE-Sitzung.
Nur verbale Nachschärfungen durch die Fed (14.9. – 18.9.2020, Die Woche)

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Sitzung der EZB und deren Reaktion auf die Fed. Außerdem: Produktionszahlen in den großen Euro-Ländern, Bank of Canada-Sitzung und US-Inflationsdaten.
Der verblasste Glaube an die 2% (7.9. – 11.9.2020, Die Woche)

Die Euro-Inflationsrate dürfte im August wieder sinken. Sondereffekte können nicht über die kraftlose Dynamik hinwegtäuschen. Außerdem: ISM-Indizes, US-Arbeitsmarkt und deutsche Auftragseingänge.
Mehrwertsteuersenkung vs. Schlussverkauf (31.8. – 4.9.2020, Die Woche)

Je nach Inhalt der Rede von Powell in Jackson Hole könnte der Euro-Dollar Kurs nächste Woche die 1,20 in Angriff nehmen. Außerdem wichtig: ifo Geschäftsklima, US-Konsumausgaben und Konsumklimadaten.
Wie könnte die 1,20 geknackt werden? (24.8. – 28.8.2020, Die Woche)

Die Lira ist zuletzt auf ein neues Rekordtief abgerutscht. Die große Frage ist nun, ob ihr die türkische Notenbank auf ihrer Sitzung nächste Woche zur Hilfe kommt. Zudem: PMIs im Euro-Raum, USA & UK.
Lira im Abwärtsstrudel, was macht die CBRT? (17.8. – 21.8.2020, Die Woche)

Die US-Einzelhandelsumsätze dürften aufgrund der hohen Covid-Fallzahlen im Juli enttäuschen. In Europa richtet sich die Aufmerksamkeit auf die ZEW-Indikatoren, die wohl ebenfalls schwächeln werden.
Gedämpftere Shopping-Laune (10.8. – 14.8.2020, Die Woche)

Es wird sich in den USA wohl ein gemischtes Juli-Bild ergeben: Weitere Erholung in der Industrie aber Rückprall im wichtigen Dienstleistungssektor. Außerdem im Fokus: Juni-Produktion in Deutschland.
Nach dem Q2-BIP ist vor den Juli-ISM (3.8. – 7.8.2020, Die Woche)