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Megatrend - Niedrigzins und Verschuldung

Kapitalmarktfinanzierung gewinnt an Bedeutung (4.11.2019)

Der EU-Kapitalmarkt hat enormes Aufholpotenzial. Euro-Unternehmen finanzieren sich bereits verstärkt über Anleihen und Schuldscheine. Dieser Trend wird sich weiter beschleunigen. Wir zeigen warum.

Kurz & klar

Der EU-Kapitalmarkt hat enormes Aufholpotenzial. Unternehmen in Europa setzen bei Finanzierungen bereits verstärkt auf den Kapitalmarkt.

  • Trotz positiver Wachstumsraten verliert die Kreditfinanzierung weiter Anteile.
  • Überproportionale Zuwächse verzeichnet die Finanzierung über Unternehmensanleihen und Schuldscheine.
  • Vor allem in Krisenphasen steigt der Anteil der Finanzierung über den Kapitalmarkt.
  • Die EU wird den Trend der Unternehmensfinanzierung in Richtung Kapitalmarkt durch Regulierungsmaßnahmen weiter unterstützen.

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Mini-BOTs – Maximales Drohpotenzial oder Rohrkrepierer? (16.08.2019)

Die Drohgebärden Italiens in Richtung EU könnten nach möglichen Neuwahlen nochmals an Schärfe gewinnen. Doch welche Rolle spielen hierbei Mini-BOTs?

Kurz & klar

  • Mini-BOTs sollen nach ihrer Ursprungsidee ein alternatives Zahlungssystem sein, ohne eine Parallelwährung zu schaffen.
  • Abhängig von der Berechnung Eurostats, dem Durchdringungsgrad der italienischen Wirtschaft und dem Wertabschlag von Mini-BOTs gegenüber Euro könnte die Einführung zu einem substanziellen Anstieg der italienischen Schuldenquote führen.
  • Die Rating-Agenturen fokussieren bislang auf das Risiko der Verwendung von Mini-BOTs als Parallelwährung und damit auf das steigende Risiko eines Austritts Italiens aus der Währungsunion.
  • Mit dem Sicherheitsnetz einer dovish ausgerichteten EZB und einer, vor dem Hintergrund steigender Fliehkräfte innerhalb der EU, gestiegenen Kompromissbereitschaft auf EU-Ebene bleibt für Investoren das wahrgenommene Risiko eines Italien-Austritts gering und die BTP-Nachfrage sollte vorerst andauern.

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Was, wenn die nächste Rezession kommt (10.05.2019)

  • Das Risiko einer Rezession ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
  • Auf den ersten Blick haben Geld- und Fiskalpolitik kaum noch Reaktionsspielraum.
  • Wir zeigen, wo tatsächlich noch Optionen liegen. Diese sind regional sehr unterschiedlich. Und auch die Wirkung variiert stark.
  • Zinssenkungen und QE-Programme sind die erste Wahl. In vielen Regionen müsste aber vor allem die Fiskalpolitik die Kohlen aus dem Feuer holen.
  • Anders als bisher dürften vor allem in Europa nationale Lösungen nicht ausreichen. Ein koordiniertes Lockerungsprogramm scheint alternativlos und bietet Chancen.
  • Bisher als Ideenexperimente bezeichnete Konzepte könnten ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Vom Schuldenschnitt durch Notenbanken bis zum Helikopter-Geld.
  • Die letzte Krise hat gezeigt, dass gedankliche Barrieren schnell fallen können.

Die Weltwirtschaft hat sich von der durch die Finanzkrise 2007 ausgelösten Rezession deutlich erholt. Viele Regionen haben sich über mehrere Jahre in einem kräftigen Aufschwung befunden. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Finanzmärkte, wo die Bewertungen teils historisch hohe Niveaus erreicht haben. Zugleich dominiert seit einiger Zeit die Wahrnehmung, dass sich das geopolitische und das wirtschaftspolitische Umfeld eingetrübt haben bzw. dies 2019 bevorsteht und die Abwärtsrisiken sich erhöht haben. Auch haben zahlreiche konjunkturelle Frühindikatoren bereits Warnsignale gesendet. All dies lässt für viele Investoren und Analysten eine Rezession auf Sicht der kommenden Quartale für wahrscheinlich erscheinen. Gemessen an der Bloomberg-Umfrage wird die Rezessionswahrscheinlichkeit auf Sicht von 12 Monaten für die USA und den Euro-Raum jeweils bei 25% gesehen, so hoch wie zuletzt 2012 bzw. 2013. Diese skeptische Sicht zeigt sich auch in der US-Zinskurve, die sich zum Teil bereits invertiert hat und am langen Ende der Bundkurve, wo die Renditen für 10J Anleihen seit Mitte März sich zeitweise wieder unter der 0%-Marke bewegen. Auch wenn wir in unserem Basis-Szenario ...

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Das Risiko einer Rezession ist gestiegen. Wir zeigen, wie die nächste Krise aussehen könnte und welche Gegenmittel noch zur Verfügung stehen. Notenbanken und Staaten könnten dabei neue Wege gehen.

Der Tag nach QE - Der EZB-Exit und die Marktfolgen (11.08.2017)

Das QE-Programm hat die Kurse von öffentlichen und privaten Anleihen und Aktien weit nach oben getrieben. Analog könnten ein Ausstieg aus dem QE-Programm (Tapering) und vor allem die Rückführung der EZB-Bilanz auf ein „normales“ Niveau erhebliche Kursabschläge zur Folge haben. Um die Entwicklung der Asset-Klassen im Zuge eines Exits abzuschätzen, projizieren wir zunächst die Zielgröße der EZB-Bilanz und deren künftige Zusammensetzung. Darauf aufbauend skizzieren wir einen zeitlichen Pfad für die Rückführung der Bilanz und schätzen die Auswirkung dieser Reduktion auf die verschiedenen Asset-Klassen. Die Antwort auf die Frage nach der künftigen Höhe der EZB-Bilanz geben wir über deren Passivseite. Die Antworten auf die Fragen nach der Struktur der Bilanz und dem Weg zu diesen Zielgrößen liegen auf der Aktivseite.

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Die Leiden der deutschen Sparer (29.09.2016)

Niedrige Zinsen sind spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 von einer temporären, regionalen oder sektoralen Erscheinung zu einem dauerhaften und globalen Phänomen geworden. Als zentrale Determinanten der Solvenz von Banken, Unternehmen und Haushalten, wie auch der Rendite von Portfolios sind sie für uns insbesondere in Kombination mit den hohen Schuldenständen ein Megatrend. Dies gilt auch deshalb, da die Auswirkungen teils erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung zu spüren sind. In einer Reihe von Studien werden wir die Folgen der Niedrigzinsen für Wirtschaft, Finanzmarkt und Gesellschaft analysieren – und beginnen mit dem Sparer. Folgende Fragen stehen im Zentrum:

1. Wie lange bleiben die Zinsen noch so niedrig?
2. Wie stark belastet die Niedrigzinsphase die Sparer in Deutschland?
3. Wie haben die Sparer auf die Verluste reagiert?
4. Welche Änderungen im Anlageverhalten sind noch zu erwarten?

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