Energie- und Klimawandel
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Energie- und Klimawandel

Die Dekarbonisierung wird teurer (13.9.2022)

Der klimapolitische Handlungsdruck steigt. Die makroökonomischen Umbrüche seit der russischen Invasion in der Ukraine stellen die Umsetzung der Klimaziele zugleich vor neue Herausforderungen.

Kurz & klar

  • Der klimapolitische Handlungsdruck steigt. Die makroökonomischen Umbrüche seit der russischen Invasion in der Ukraine stellen die Umsetzung der Klimaziele zugleich vor neue Herausforderungen.
  • Rohstoffpreise, Lieferengpässe und die Zinswende machen die notwendigen Klimainvestitionen kostspieliger. Auch der Fach- und Arbeitskräftemangel wird zunehmend zum Hemmnis für die Umsetzung der Transformation.
  • Die Klima-Pakete der EU und der Bundesregierung müssen als Katalysator massiver privatwirtschaftlicher Investitionen fungieren. Es verbleibt aber eine enorme Investitionslücke, die auch bei zusätzlicher Verschuldung nur mit einer Reduktion anderer Ausgaben gefüllt werden kann.

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H2-Transport: Wie das "grüne Gold" zum Kunden kommt (6.9.2022)

Um Wasserstoff zum Durchbruch zu verhelfen, braucht es sichere und kostengünstige Transportlösungen. Neben dem Pipeline-Transport kommen dafür flüssige Trägerstoffe in Frage.

Kurz & klar

  • Deutschland setzt bei der Energiewende stark auf Wasserstoff, der aber zum Großteil importiert werden muss.
  • Neben Pipelines dürfte über weite Strecken vor allem der Schiffstransport in Frage kommen.
  • Der Transport von Wasserstoff über Trägerflüssigkeiten (Ammoniak oder LOHC) hat im Vergleich zum Direkttransport von verflüssigtem Wasserstoff Vorteile.

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Energieeffizienz: Ein Muss für mehr Energieresilienz (3.8.2022)

Höhere Energieeffizienz ist ein Muss. Das Potenzial bei Wärmeerzeugung und Gebäuden ist groß, aber wegen Knappheiten am Bau schwer zu heben.

Kurz & klar

  • Um die deutschen Klimaziele bis 2030 in Reichweite zu bringen und die Energieresilienz zu stärken, ist neben dem starken Ausbau Erneuerbarer Energien und dem Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft eine deutlich effizientere Energienutzung nötig.
  • Im Wohngebäudesektor können durch Energieeffizienzmaßnahmen noch erhebliche Potenziale zur Einsparung fossiler Rohstoffe gehoben werden.
  • Sanierungen in Bestandsgebäuden drohen durch Kapazitätsengpässe im Bau, hohe Energiepreise sowie Preiserhöhungen bei Baumaterialien ausgebremst zu werden.
  • Investitionszuschüsse von Bund und Ländern sollen Wohnungsbesitzer dazu animieren, deutlich stärker in Energieeffizienzmaßnahmen zu investieren.

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Photovoltaik in Deutschland – da geht noch viel mehr (28.6.2022)

Ein massiver PV-Ausbau ist zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 unerlässlich. Dank höherer Wirkungsgrade der PV-Module und neuer PV-Anwendungsfelder kann das gelingen, sofern China mitspielt.

Kurz & klar

  • Ohne rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien scheitert die deutsche Energiewende. Die neue Ampelkoalition setzt dabei mehr denn je auf Photovoltaik (PV).
  • Ein massiver Preisverfall bei Photovoltaik-Modulen sowie große technische Fortschritte haben die Einsatzmöglichkeiten zur Gewinnung von PV-Strom erweitert.
  • Mit der Revision des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll der PV-Ausbau attraktiver werden

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Wasserstoff: Für die Wärmewende unverzichtbar (28.2.2022)

Zwei Drittel des Energieverbrauchs im Gebäudesektor entfällt auf die Wärmeerzeugung. Auch hier bietet der Einsatz von Wasserstoff Möglichkeiten zur CO2-Reduktion.

Kurz & klar

  • Um die Klimaziele im Gebäudesektor, auf den 15% des CO2-Ausstoßes entfallen, bis 2030 zu erreichen, muss Deutschland die Emissionen in diesem Sektor halbieren.
  • Da zwei Drittel des Energieverbrauchs von Gebäuden auf die Wärmeerzeugung (Heizung, Warmwasser) entfallen, besteht dort das größte Energiesparpotenzial.
  • Der Einsatz von Wasserstoff verspricht mittel- und langfristig eine weitgehend CO2-neutrale Wärmeerzeugung und kann zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von russischem Erdgas beitragen.

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Repowering: Der Booster für die Windkraft (18.1.2022)

Ohne mehr Windkraft dürfte die deutsche Energiewende scheitern. Bei steigendem Strombedarf müssen viele neue Windparks ans Netz gehen. Und mit Repowering lässt sich die Windausbeute enorm erhöhen.

Kurz & klar

  • Die im August 2021 verschärften deutsche Klimaziele 2030 (zusätzlich 10 Prozentpunkte mehr CO2-Einsparung) können nur durch einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien erreicht werden.
  • Seit 2021 fallen pro Jahr immer mehr Windenergieanlagen aus der EEG-Förderung. Ohne Repowering – die Verstärkung der Leistung bestehender Onshore Windenergieanlagen durch technische Umbauten – ist für viele dieser Windräder der Betrieb kaum noch rentabel.
  • Repowering erhöht die Stromausbeute von Windenergieanlagen bei gleichzeitig geringerem Platzbedarf. Standorte mit guten Windbedingungen lassen sich mit Repowering optimiert nutzen.
  • Die Vorteile von Repowering lassen sich nur heben, wenn administrative Hürden beseitigt werden.

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Stahlindustrie: Startklar für die grüne Transformation (22.11.2021)

Um ihre Klimaziele zu erreichen, treibt die Stahlindustrie in Europa die Dekarbonisierung der Stahlherstellung voran. Umfangreiche Investitionen und staatliche Unterstützung stehen in den Startlöchern.

Kurz & klar

  • Auf Produktionseinbrüche zu Beginn der Corona-Krise folgte weltweit eine kräftige Erholung von Stahlnachfrage und -preisen. Um langfristig im Wettbewerb zu bestehen und die EU-Klimazielen zu erreichen, hat die Dekarbonisierung für die Stahlindustrie nun jedoch höchste Priorität.
  • Insbesondere europäische Stahlunternehmen haben sich bereits zu weitreichenden Klimazielen bekannt und Pläne vorgestellt, wie diese in den kommenden Jahren erreicht werden sollen.
  • Umfangreiche Investitionen in neue Produktionsanlagen wurden für wichtige Stahlstandorte in der EU bereits in Aussicht gestellt. Sie zielen langfristig auf eine vollständig CO2-freie Stahlherstellung, basierend auf grünem Wasserstoff, ab.
  • Staatliche Unterstützung ist sowohl für die Anlageinvestitionen als auch für die kurzfristig höheren Mehrkosten bei der grünen Transformation notwendig. Dass auch in den Abnehmerindustrien eine klimaneutrale Lieferkette zunehmend im Fokus steht, erleichtert den grünen Wandel.

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Grundlastsicherung: Die Zeit drängt (17.11.2021)

Das Atom-Aus Ende 2022 und fehlende Stromautobahnen werden zunehmend zur Gefahr für eine gesicherte Stromgrundlast in Deutschland. Neue Lösungen sind verfügbar und müssen schnell genutzt werden.

Kurz & klar

  • Mit den verschärften Klimaschutzzielen der EU und Deutschlands steigt der CO2-Preis bis 2030 voraussichtlich deutlich schneller als bislang erwartet.
  • Nach dem Ausstieg aus der Atomkraft bis Ende 2022 zeichnet sich mittlerweile ein Ende der Kohleverstromung schon bis zum Jahr 2030 ab. Kommt der CO2-Preisan?stieg wie erwartet, werden auch Gaskraftwerke immer weniger rentabel.
  • Zur Sicherung der Stromgrundlast braucht es neben Gaskraftwerken deshalb drin?gend weitere Optionen. Stromspeicher, dezentrale Energielösungen und Flexibilitäts?optionen könnten das Problem entschärfen.

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"Fit for 55": Wie die EU das Klima retten will (15.9.2021)

„Fit for 55“ konkretisiert das neue verschärfte EU-Klimaziel 2030. Der „Green Deal“ der EU erfordert riesige Investitionen, eröffnet der EU-Wirtschaft aber auch neue Exportchancen.

Kurz & klar

  • Der 6. Sachstandsbericht des Weltklimarates fordert von der internationalen Politik eine sofortige Verschärfung der Klimaschutzmaßnahmen.
  • Mitte 2021 hat die EU das Ziel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bis 2030 von bisher 40 auf 55% erhöht. Mit dem Maßnahmenpaket „Fit for 55“ werden die im Rahmen des „Green Deals“ erhöhten Mittelfristziele auf dem Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2050 untermauert.
  • Die Vorreiterrolle beim Klimaschutz könnte sich für Europa langfristig auszahlen. Die weltweit schnell wachsende Nachfrage nach effizienten und ressourcenschonenden Klimaschutztechnologien verschaffen der Industrie gute Exportmöglichkeiten.

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Klimaschutz: Es braucht mehr Offshore-Wind (29.7.2021)

Ohne mehr Windenergie ist das Klimaziel 2050 kaum zu schaffen. Mit der „Floating-Offshore“-Technologie eröffnen sich für die Offshore-Windbranche ganz neue Chancen.

Kurz & klar

  • Dank Skaleneffekten und technischem Fortschritt wird Offshore-Wind preislich gegenüber Onshore-Wind immer wettbewerbsfähiger.
  • „Floating-Offshore-Wind“ (FOW) eröffnet der Windbranche zusätzliche neue Absatzmöglichkeiten und steigert zudem die mögliche Energieausbeute der Windenergie.
  • Europäische Hersteller und Zulieferer sind im Offshore-Geschäft Weltmarktführer und dürften vom durch Wasserstoff befeuerten Offshore-Boom besonders profitieren.

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"Carbon Capture Storage" - Liebe auf den zweiten Blick? (7.7.2021)

Die „Carbon Capture and Storage-Technologie“ (CCS) hat in Deutschland bislang kaum Befürworter. Mit dem Ausbau der Wasserstoffwirtschaft könnte sie eine zweite Chance erhalten.

Kurz & klar

  • Die Carbon Capture Storage (CCS)-Technologie ist für eine schnelle Erreichung der Klimaschutzziele unverzichtbar.
  • Die CCS-Technologie erhält mit dem geplanten Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft weltweit Aufmerksamkeit, ist in Deutschland aber unbeliebt.
  • Vor allem die Öl- und Gas-Konzerne sehen in CCS neue Geschäftschancen sowie die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

Lesen Sie Carbon Capture Storage - Liebe auf den zweiten Blick ? (7.7.2021)