Energie- und Klimawandel
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Energie- und Klimawandel

Wasserstoff: Für die Wärmewende unverzichtbar (28.2.2022)

Zwei Drittel des Energieverbrauchs im Gebäudesektor entfällt auf die Wärmeerzeugung. Auch hier bietet der Einsatz von Wasserstoff Möglichkeiten zur CO2-Reduktion.

Kurz & klar

  • Um die Klimaziele im Gebäudesektor, auf den 15% des CO2-Ausstoßes entfallen, bis 2030 zu erreichen, muss Deutschland die Emissionen in diesem Sektor halbieren.
  • Da zwei Drittel des Energieverbrauchs von Gebäuden auf die Wärmeerzeugung (Heizung, Warmwasser) entfallen, besteht dort das größte Energiesparpotenzial.
  • Der Einsatz von Wasserstoff verspricht mittel- und langfristig eine weitgehend CO2-neutrale Wärmeerzeugung und kann zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von russischem Erdgas beitragen.

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Repowering: Der Booster für die Windkraft (18.1.2022)

Ohne mehr Windkraft dürfte die deutsche Energiewende scheitern. Bei steigendem Strombedarf müssen viele neue Windparks ans Netz gehen. Und mit Repowering lässt sich die Windausbeute enorm erhöhen.

Kurz & klar

  • Die im August 2021 verschärften deutsche Klimaziele 2030 (zusätzlich 10 Prozentpunkte mehr CO2-Einsparung) können nur durch einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien erreicht werden.
  • Seit 2021 fallen pro Jahr immer mehr Windenergieanlagen aus der EEG-Förderung. Ohne Repowering – die Verstärkung der Leistung bestehender Onshore Windenergieanlagen durch technische Umbauten – ist für viele dieser Windräder der Betrieb kaum noch rentabel.
  • Repowering erhöht die Stromausbeute von Windenergieanlagen bei gleichzeitig geringerem Platzbedarf. Standorte mit guten Windbedingungen lassen sich mit Repowering optimiert nutzen.
  • Die Vorteile von Repowering lassen sich nur heben, wenn administrative Hürden beseitigt werden.

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Stahlindustrie: Startklar für die grüne Transformation (22.11.2021)

Um ihre Klimaziele zu erreichen, treibt die Stahlindustrie in Europa die Dekarbonisierung der Stahlherstellung voran. Umfangreiche Investitionen und staatliche Unterstützung stehen in den Startlöchern.

Kurz & klar

  • Auf Produktionseinbrüche zu Beginn der Corona-Krise folgte weltweit eine kräftige Erholung von Stahlnachfrage und -preisen. Um langfristig im Wettbewerb zu bestehen und die EU-Klimazielen zu erreichen, hat die Dekarbonisierung für die Stahlindustrie nun jedoch höchste Priorität.
  • Insbesondere europäische Stahlunternehmen haben sich bereits zu weitreichenden Klimazielen bekannt und Pläne vorgestellt, wie diese in den kommenden Jahren erreicht werden sollen.
  • Umfangreiche Investitionen in neue Produktionsanlagen wurden für wichtige Stahlstandorte in der EU bereits in Aussicht gestellt. Sie zielen langfristig auf eine vollständig CO2-freie Stahlherstellung, basierend auf grünem Wasserstoff, ab.
  • Staatliche Unterstützung ist sowohl für die Anlageinvestitionen als auch für die kurzfristig höheren Mehrkosten bei der grünen Transformation notwendig. Dass auch in den Abnehmerindustrien eine klimaneutrale Lieferkette zunehmend im Fokus steht, erleichtert den grünen Wandel.

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Grundlastsicherung: Die Zeit drängt (17.11.2021)

Das Atom-Aus Ende 2022 und fehlende Stromautobahnen werden zunehmend zur Gefahr für eine gesicherte Stromgrundlast in Deutschland. Neue Lösungen sind verfügbar und müssen schnell genutzt werden.

Kurz & klar

  • Mit den verschärften Klimaschutzzielen der EU und Deutschlands steigt der CO2-Preis bis 2030 voraussichtlich deutlich schneller als bislang erwartet.
  • Nach dem Ausstieg aus der Atomkraft bis Ende 2022 zeichnet sich mittlerweile ein Ende der Kohleverstromung schon bis zum Jahr 2030 ab. Kommt der CO2-Preisan?stieg wie erwartet, werden auch Gaskraftwerke immer weniger rentabel.
  • Zur Sicherung der Stromgrundlast braucht es neben Gaskraftwerken deshalb drin?gend weitere Optionen. Stromspeicher, dezentrale Energielösungen und Flexibilitäts?optionen könnten das Problem entschärfen.

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"Fit for 55": Wie die EU das Klima retten will (15.9.2021)

„Fit for 55“ konkretisiert das neue verschärfte EU-Klimaziel 2030. Der „Green Deal“ der EU erfordert riesige Investitionen, eröffnet der EU-Wirtschaft aber auch neue Exportchancen.

Kurz & klar

  • Der 6. Sachstandsbericht des Weltklimarates fordert von der internationalen Politik eine sofortige Verschärfung der Klimaschutzmaßnahmen.
  • Mitte 2021 hat die EU das Ziel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bis 2030 von bisher 40 auf 55% erhöht. Mit dem Maßnahmenpaket „Fit for 55“ werden die im Rahmen des „Green Deals“ erhöhten Mittelfristziele auf dem Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2050 untermauert.
  • Die Vorreiterrolle beim Klimaschutz könnte sich für Europa langfristig auszahlen. Die weltweit schnell wachsende Nachfrage nach effizienten und ressourcenschonenden Klimaschutztechnologien verschaffen der Industrie gute Exportmöglichkeiten.

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Klimaschutz: Es braucht mehr Offshore-Wind (29.7.2021)

Ohne mehr Windenergie ist das Klimaziel 2050 kaum zu schaffen. Mit der „Floating-Offshore“-Technologie eröffnen sich für die Offshore-Windbranche ganz neue Chancen.

Kurz & klar

  • Dank Skaleneffekten und technischem Fortschritt wird Offshore-Wind preislich gegenüber Onshore-Wind immer wettbewerbsfähiger.
  • „Floating-Offshore-Wind“ (FOW) eröffnet der Windbranche zusätzliche neue Absatzmöglichkeiten und steigert zudem die mögliche Energieausbeute der Windenergie.
  • Europäische Hersteller und Zulieferer sind im Offshore-Geschäft Weltmarktführer und dürften vom durch Wasserstoff befeuerten Offshore-Boom besonders profitieren.

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"Carbon Capture Storage" - Liebe auf den zweiten Blick? (7.7.2021)

Die „Carbon Capture and Storage-Technologie“ (CCS) hat in Deutschland bislang kaum Befürworter. Mit dem Ausbau der Wasserstoffwirtschaft könnte sie eine zweite Chance erhalten.

Kurz & klar

  • Die Carbon Capture Storage (CCS)-Technologie ist für eine schnelle Erreichung der Klimaschutzziele unverzichtbar.
  • Die CCS-Technologie erhält mit dem geplanten Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft weltweit Aufmerksamkeit, ist in Deutschland aber unbeliebt.
  • Vor allem die Öl- und Gas-Konzerne sehen in CCS neue Geschäftschancen sowie die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

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Smart Grid - Effizienz-Boost für das Stromnetz (5.5.2021)

Eine dezentrale Energieerzeugung braucht ein intelligentes digitales Stromnetz. Dies erfordert große Investitionen, bietet aber auch ein immenses Geschäftspotenzial

Kurz & klar

  • Mit Smart-Grids bezeichnet man die Vernetzung und Steuerung von Stromanbietern und –nachfragern sowie von Speichern und Stromnetzen.
  • Smart Grids können die Stromautobahnen in Deutschland nicht ersetzen. Sie tragen aber zur Optimierung der Netzauslastung bei und reduzieren den Bedarf an zusätzlichen Netzkapazitäten.
  • Der Roll-Out der Smart-Grid-Technologie eröffnet Netzbetreibern und Energieversorgungsunternehmen neue Ertragsmöglichkeiten.

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Wasserstoff: Sektorkopplung bringt Klimaziel 2050 in Reichweite (27.4.2021)

Immer mehr Länder setzen auf dem Weg zur CO2-Neutralität auf Wasserstoff, der über die Sektorkopplung ein großes Potenzial eröffnet. Deutschland profitiert auch als Exporteur von PtX-Technologien.

Kurz & klar

  • Die auf Wasserstoff (H2) basierende Sektorkopplung – auch „Power-to-X“-(PtX)-Technologie genannt, stärkt über den Energiesektor hinaus den Klimaschutz und damit die Nachhaltigkeit.
  • PtX ermöglicht den Einsatz von „grünem“ Wasserstoff in anderen Sektoren (etwa in der Industrie, in Gebäuden sowie in der Mobilität) und unterstützt mittel- und langfristig den Weg in eine klimaneutrale Gesellschaft.
  • Ein schneller Aufbau internationaler Partnerschaften soll die Kosten von „grünem“ Wasserstoff senken und der verarbeitenden Industrie Deutschlands ermöglichen, ihr Know-how entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette zu vermarkten.
  • Zu Beginn des Jahres 2021 hatten bereits über 30 Länder eine H2-Roadmap veröffentlicht. Die Chancen stehen gut, dass die Kostendifferenz zwischen „grauem“ und „grünem“ Wasserstoff bis 2030 deutlich kleiner wird.

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Power-to-Gas - "Gamechanger" für den Strom- und Wärmesektor (30.3.2021)

Die Wasserstoff-basierte PtG-Technologie macht „grünen“ Wasserstoff speicherbar. Die deutsche Industrie ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette gut positioniert.

Kurz & klar

  • Mit der Power-to-Gas (PtG)-Technologie wird durch Wasserelektrolyse gewonnener „grüner“ Wasserstoff mit Kohlendioxid in speicherbares „künstliches“ Methangas umgewandelt.
  • Strom aus Erneuerbaren Energien wird damit leichter speicherbar und grundlastfähig.
  • Mit der PtG-Technologie kann der CO2-Ausstoß von Gaskraftwerken reduziert werden.
  • Deutschland wird künftig große Mengen an grünem Wasserstoff importieren müssen. Vom Aufbau der Wasserstoff-Industrie sollte die deutsche Wirtschaft entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette profitieren.

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CO2-Steuer – die bessere EEG-Abgabe (12.10.2020)

Die ineffiziente EEG-Umlage wird immer teurer und behindert Zukunftstechnologien wie die Sektorkopplung. Eine CO2-Steuer für alle Sektoren könnte ein Ausweg sein.

Kurz & klar

  • Fehlanreize im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und immer stärker steigende Kosten der Energiewende machen eine Neujustierung der deutschen Klimaschutzpolitik notwendig.
  • Die im Rahmen des „Green Deals“ der EU geplante Ausdehnung des Europäischen Emissionshandels (EU-ETS) auf weitere Sektoren könnte die in Deutschland als Übergangslösung ab 2021 geltende CO2-Steuer für die Nicht-EU-ETS-Sektoren Gebäude und Verkehr ablösen.
  • Ein vollständiger Ersatz der bisherigen EE-Förderung durch eine nationale CO2-Steuer für alle Sektoren hätte als Übergangslösung positive Klimaschutzwirkungen und ließe sich später in den europäischen CO2-Zertifikatehandel integrieren.
  • Um das Potenzial für CO2-bindende wirtschaftliche Aktivitäten zu nutzen, sollte eine nationale Steuer symmetrisch ausgestaltet werden, d.h. ein negativer CO2-Ausstoß wäre vom Gesetzgeber mit einer Bonus-Zahlung zu honorieren.

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Energiewende: Alle Potenziale ausschöpfen (24.08.2020)

Deutschland macht große Fortschritte bei Erneuerbaren Energien, leider zu Lasten von Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Wir zeigen Wege auf, wie das Energie-Trilemma gelöst werden könnte.

Kurz & klar

  • Damit Deutschland und Europa bis 2050 CO2-neutral sind, muss die Energiewende konsequent weiter umgesetzt werden.
  • Die Grünstromerzeugung in Deutschland liegt auf einem Rekordhoch. Mit dem beschlossenen Atom- und Kohleausstieg sinkt mittelfristig die verfügbare Grundlast. Das Thema Netzstabilität gewinnt an Brisanz.
  • Für den Umbau hin zu einem dezentralen nachhaltigen Energiesystem muss an vielen Stellschrauben gedreht werden: Stromspeicher, Energieeffizienz, Flexibilitätsoptionen und Sektorkopplung sind dafür zentrale Parameter mit großem Potenzial.

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