BayernLB Research Perspektiven - Zentralbanken schreiten zur Tat
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Zentralbanken schreiten zur Tat

Der Krieg in der Ukraine und die Corona-Welle in China belasten Konjunktur und Preisstabilität. Die Zentralbanken widmen sich nun beherzter der Inflation, der Rentenmarkt aber übertreibt.

Perspektiven Ausgabe 04/2022 (27.4.2022)

Kurz & klar

  • Ukraine-Krieg und China-Lockdowns belasten Konjunktur und Preisstabilität.
  • Unsicherheit bleibt besonders im kriegsnahen Euro-Raum hoch.
  • Die Fed wird in den kommenden Monaten die Geldpolitik deutlich straffen.
  • Die EZB nähert sich sukzessive dem „Zins-Lift-off“.
  • Asset Allokation: Nach dem Überschießen heben wir Staatsanleihen auf „Neutral“.

Video: Auf einen Espresso mit Chefvolkswirt Jürgen Michels

Editorial

Selten waren die mit dem Sprichwort „Alles neu macht der Mai“ verbundenen Hoffnungen so groß wie dieses Jahr. Ganz oben auf der Liste steht dabei ein Ende des Kriegs in der Ukraine, gefolgt von einem Ende der Covid-Welle in China. Wenngleich mit dem Einzug des Frühlings die Chancen für einen Neustart nach den Lockdowns in vielen Regionen Chinas gar nicht so schlecht stehen, erscheint ein friedlicher Neuanfang der Beziehungen von Russland zur Ukraine und dem „Westen“ nicht nur kurzfristig utopisch.

Ohne Zäsuren bei diesen für die Weltwirtschaft wichtigen Entwicklungen werden sich die jüngsten Trends fortsetzen, nämlich eine abnehmende Wachstumsdynamik und steigender Inflationsdruck. Wir haben daher die in den letzten Monaten deutlich...

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