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Wirtschaft im Corona-Winter

Das Jahr 2021 beginnt in Europa vielerorts mit einem konjunkturellen Kaltstart. In Deutschland wurde der Lockdown verschärft. Ein positives Winterquartal erscheint zunehmend ausgeschlossen.

Das Jahr 2021 beginnt in Europa vielerorts mit einem Kaltstart. Die zweite Corona-Welle hat viele Länder fest im Griff. In Deutschland wurde der Lockdown zuletzt Anfang Januar verschärft und übertrifft in seiner Stringenz nun bereits denjenigen von Ende März. Das bleibt nicht ohne Folgen, insbesondere für den stationären Einzelhandel und den Dienstleistungsbereich. Die verschneiten Geschäftsstraßen bleiben leer. Dennoch werden hartnäckig hohe Neuinfektionszahlen vermeldet. Zwar ist die Massenimpfung der anfälligsten Bevölkerungsteile angelaufen, aggressive Mutationen des Virus gefährden aber die Fortschritte. Die Spitzenpolitik warnt bereits vor einer möglichen Verlängerung der Krisenmaßnahmen bis Mitte März. In diesem Umfeld erscheint es kaum vorstellbar, dass nach dem überraschend positiven Jahresausklang 2020, als Industrie und Exporte trotz erster Restriktionen die Wirtschaftsleistung stabil gehalten haben ( siehe gestrigen Blickpunkt zum deutschen BIP ), der Jahresstart 2021 ähnlich freundlich verlaufen wird. Zumal der stützende Effekt der Mehrwertsteuersenkung wegfällt, die temporäre Lockerung der Insolvenzregeln ausläuft und die neue CO2-Steuer an den Tankstellen und beim Heizen für höhere Preise sorgt.

Der Wochenfahrplan
Die Woche startet mit dem chinesischen BIP für 2020. Ansonsten stehen vor allem wichtige Frühindikatoren für Januar 2021 im Fokus.

Lesen Sie weiter Wirtschaft im Corona-Winter (18.1. – 22.1.2021, Die Woche)

Weitere Ausgaben (Januar 2021/Dezember 2020)

2021 beginnt turbulent. Mit der blauen Welle durch die Hintertür ist der Markt dennoch in Hochstimmung. Datenseitig stehen an: US-Inflation & Industrieproduktion sowie das deutsche BIP 2020.
Turbulenter Jahresauftakt (11.1.2021 - 15.1.2021, Die Woche)

Nach der EZB ist vor der Fed. Hier ist allerdings keine vergleichbare Adjustierung zu erwarten. Außerdem im Fokus: die wichtigen Stimmungsindikatoren für das Konjunkturbild zum Jahreswechsel.
2020: Das Jahr der großen Verwerfung (21.12.2020 - 8.1.2021, Die Woche)

Nach der EZB ist vor der Fed. Hier ist allerdings keine vergleichbare Adjustierung zu erwarten. Außerdem im Fokus: die wichtigen Stimmungsindikatoren für das Konjunkturbild zum Jahreswechsel.
Hoffnungsschimmer vor Weihnachten? (14.12. - 18.12.2020, Die Woche)

Mit markigen Worten hat die Notenbank eine Lockerung angekündigt. Das Ausmaß bleibt spannend, ein falsches Austarieren könnte EU-Hilfsprogramme torpedieren. Datenhighlight: Produktion in Deutschland.
Die EZB muss den Worten Taten folgen lassen (7.12. - 11.12.2020, Die Woche)

In Brüssel wird hart um den EU-Haushalt gerungen. Trotz verhärteter Fronten erwarten wir im Dezember eine Einigung. In Deutschland schauen wir auf Auftragseingang, in den USA auf Arbeitsmarkt und ISM.
Riskantes Veto von Polen und Ungarn (30.11. - 4.12.2020, Die Woche)