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Auf der Bremse in die Übergangsphase

Ende des Monats verlässt Großbritannien offiziell die EU und die Übergangsphase beginnt. Die Anpassungen der Handelsströme haben aber schon vor Jahren begonnen.

Nächste Woche verlässt UK offiziell die EU und es beginnt die Übergangsphase, in der bis zum Jahresende ein Nachfolgeabkommen verhandelt werden muss. Fällt dieses nur sehr rudimentär aus, könnten spürbare Hemmnisse für den Handel mit UK drohen. Eine Abschwächung der Exporte ins Vereinigte Königreich ist allerdings bereits seit dem Referendum deutlich erkennbar. In jedem Jahr seit 2015 sind die Warenausfuhren Deutschlands nach UK nominal gesunken (während sie in den Euro-Raum zulegen konnten). Die schwächelnden Exporte nach UK haben so in 2016 und 2018 bereits die gesamten deutschen Exporte um etwa 0,2 Prozentpunkte schrumpfen lassen. Das ist zwar konjunkturell verkraftbar, aber eben doch ein Bremsfaktor. Einzig positiv dürfte daran sein, dass die Fallhöhe eines No-Deal Brexits oder eines äußerst begrenzten Folgeabkommens in den letzten Jahren bereits geringer geworden ist. Hinzu kommt aber noch der Handel mit Dienstleistungen, der zwar nur etwa ein Drittel des Volumens des Warenhandels erreicht, aber wohl in einem Folgeabkommen nur wenig Berücksichtigung finden dürfte.

Was in der nächsten Woche wichtig wird

Kommende Woche liegt der Fokus neben der Fed-Sitzung auf den Q4-Wachstumsraten dies- wie jenseits des Atlantiks.

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