BayernLB

Blickpunkt Wirtschaft

Blickpunkt Wirtschaft, anlassbezogene Vertiefung und weiterführende Analyse zu Konjunktur und (geld-) politischen Themen.

Werkzeugmaschinenbau: Vernetzter, digitaler und nachhaltiger (22.7.2021)

Die Hersteller deutscher Werkzeugmaschinen spüren wieder Aufwind. Die Digitalisierung sowie die Trends zur Elektromobilität und mehr Klimaschutz bieten Chancen für neue Geschäftsfelder.

Kurz & klar

  • Die deutschen Werkzeugmaschinenbauer blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Nach zwei schlechten Jahren dürfte die Produktion 2021 kräftig wachsen.
  • Trotz der herben Einbußen infolge von Corona kann Deutschland seinen Titel als Ex-portweltmeister behaupten. Gleichwohl holt Hauptkonkurrent China weiter auf.
  • Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung sowie die Trends zur Elektromobili-tät und mehr Nachhaltigkeit/Klimaschutz bieten Chancen für neue Geschäftsfelder.

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Inflation: Was passiert, wenn es anders kommt (15.7.2021)

Wir halten am Basis-Szenario eines temporären Inflationsanstiegs fest. Ein permanenter Anstieg ist jedoch nicht auszuschließen. Dessen Auswirkungen hängen stark von der Reaktion der Zentralbanken ab.

Kurz & klar

  • Wir gehen weiterhin nur von einem temporären Überschießen der Inflation aus. Nach dieser Phase dürfte die Teuerungsrate aber höher sein als vor der Pandemie.
  • Eine anhaltend hohe Inflation ist allerdings nicht mehr auszuschließen. Diese würde über steigende Inflationserwartungen den moderaten Renditeanstieg beschleunigen.
  • Dramatische Auswirkungen auf Konjunktur und Finanzmärkte hätte ein permanenter Inflationsanstieg dann, wenn die Zentralbanken beherzt gegensteuerten und damit die Finanzierungskonditionen für die hoch verschuldeten Staaten und Unternehmen verschlechterten.

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Halbleiter - Der Chip-Mangel hält die Welt in Atem (13.7.2021)

Der Mangel an Halbleitern führt zu Belastungen in nahezu allen Branchen. Kurzfristig sind die Kapazitäten vollständig ausgelastet, sodass mit einer Entspannung erst ab H2 2022 zu rechnen ist.

Kurz & klar

  • Versorgungsengpässe bei Rohstofflieferanten, Werksausfälle, geopolitische Spannungen zwischen China und den USA sowie ein durch die Corona-Pandemie verzerrter Markt sind die Gründe für den Angebotsengpass bei Halbleitern. Dieser dürfte sich erst bis Mitte 2022 weitgehend auflösen.
  • Die mangelnde Verfügbarkeit von Halbleitern führt zu Belastungen in nahezu allen Abnehmerbranchen (insbesondere Automobil), die sich aufgrund bereits limitierter Kapazitäten kurzfristig nicht verringern lassen. Diverse Abnehmer dürften zukünftig einer strategischen Vorratshaltung eine höhere Bedeutung zukommen lassen.
  • Auch langfristig dürfte sich der Aufwärtszyklus in der Halbleiterindustrie fortsetzen. Insbesondere die Nachfrage aus der Automobilbranche (höhere Penetration von EFahrzeugen) sowie der Data Centers sollte sich in den kommenden Jahren kräftig fortsetzen.

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„Urban Air Mobility“: Multicopter & Co nähern sich dem Startfeld (12.7.2021)

Die „Urban Air Mobility“, also die neue Mobilität im städtischen Luftraum, nimmt Form an: Neue Unternehmen und innovative Projekte stehen in den Startlöchern.

Kurz & klar

  • Die „Urban Air Mobility“, also die neue Mobilität im städtischen Luftraum, nimmt Form an: Neue Unternehmen und innovative Projekte rund um die Nutzung von unbemannten, elektrisch angetriebenen Flugsystemen stehen in den Startlöchern.
  • Lufttaxis, Flughafen-Shuttles und Intercity-Flüge stehen beim Wettbewerb um die besten Antriebskonzepte im Fokus.
  • Deutliches Marktwachstum ab dem Jahr 2030 geht voraussichtlich mit einer Konsolidierung der Branche einher.

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EZB-Preview: Wiegenlieder für nervöse Finanzmarktprofis (8.6.2021)

Die EZB wird am Donnerstag trotz temporär höherer Inflation die Risiken betonen und die PEPP-Käufe hoch halten. Den Übergang vom Pandemie- in den Normalmodus im Herbst wird man vorsichtig gestalten.

Kurz & klar

  • Die EZB wird am Donnerstag eine Verlängerung der im März beschlossenen höheren Anleihekäufe ankündigen, sich dabei aber mehr Freiheiten einräumen.
  • Die Inflationsprognosen des EZB-Stabes werden deutlich angehoben werden, auch mittelfristig. Dennoch bleibt der Teuerungsdruck ein temporäres Phänomen.
  • Den Übergang vom Pandemie- in den Normalmodus wird die EZB vorsichtig angehen. Vor September sind dazu keine Signale zu erwarten.

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Bau und Grundstoffe: Preis für Schnittholz auf ungeahnten Höhen (6.5.2021)

Der Schnittholzpreis steigt immer weiter. Die starke Holznachfrage hierzulande und in Nordamerika sind die Treiber. In der Wertschöpfungskette in Deutschland hat das unterschiedliche Auswirkungen.

Kurz & klar

  • Die Nachfrage und die Preise für Schnittholz sind seit Ende 2020 stark gestiegen. Für den Baustoff Holz hat sich in Deutschland seit Jahresbeginn eine nie gesehene Knappheit entwickelt.
  • Aktuell übertrifft die globale Holznachfrage das Angebot, befeuert durch einen pandemiebedingten Bauboom in den USA und eine reduzierte Produktion. So haben gesteigerte Exporte nach Nordamerika die Volatilität am Holzmarkt kurzfristig erhöht und auch die Situation in Deutschland beeinflusst.
  • Auch in Zukunft wird der Trend zum klimaschonenden Holzbau die Holznachfrage stützen. So wird der alternative Rohstoff zu anderen weltweit begehrten Baustoffen wie Stahl, Zement und Beton aufschließen.

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Euro-Raum: Lockdown-Strategie bestimmt den Jahresstart (30.4.2021)

Das Minus beim realen BIP im ersten Quartal 2021 entsprach mit 0,6% weitgehend den Erwartungen. Die Rezession hält damit an. Es zeigen sich aber auch spürbare regionale Unterschiede.

Kurz & klar

  • Das Minus der realen Wirtschaftsleistung im Euro-Raum fiel im ersten Quartal 2021 mit 0,6% weitgehend wie erwartet aus. Die Rezession hält damit an.
  • Ein negatives Ausrufezeichen unter den Mitgliedsstaaten lieferte dabei Deutschland mit einem Rückgang des realen BIP um 1,7% im Vorquartalsvergleich. Für unsere Jahresprognose 2021 ist damit das Risiko einer Abwärtsrevision etwas gestiegen.
  • Die übrigen Länderergebnisse zeigen wenig überraschend: Es kam vor allem auf die Corona-Strategie an. Das positive französische Ergebnis sorgt dafür, dass für die Euro-Raum-Wachstumsprognose wenig anpassungsbedarf besteht.

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Luftfahrt: Der lange Weg der Erholung (12.04.2021)

Die Luftfahrt leidet weltweit unter den Folgen der Corona-Pandemie, im zweiten Halbjahr dürfte die Erholung aber an Fahrt gewinnen.

Kurz & klar

  • Die weltweite Luftfahrt leidet noch immer massiv unter der Corona-Pandemie
  • Erholung der Branche wird im zweiten Halbjahr 2021 an Fahrt gewinnen und im kommenden Jahr voll zur Geltung kommen; Hintergrund sind ein hoher Nachholbedarf und eine zunehmende Verfügbarkeit von Impfstoffen
  • Konsolidierungsprozess in Europa gewinnt an Fahrt

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