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Blickpunkt Wirtschaft

Blickpunkt Wirtschaft, anlassbezogene Vertiefung und weiterführende Analyse zu Konjunktur und (geld-) politischen Themen.

Fed-Preview: Fed setzt auf den Bilanzaufbau (8.6.2020)

Auf ihrer Sitzung dürfte die Fed betonen, dass sie - insbesondere im Falle einer zweiten Infektionswelle - bereit ist, nachzulegen. Bis dahin dürften bereits bestehende Programme genutzt werden.

Kurz & klar

  • Auf der anstehenden geldpolitischen Sitzung der Fed werden die neuen Projektionen veröffentlicht, die zeigen werden, dass sich die USA inmitten einer tiefen Rezession befinden.
  • Die Fed dürfte betonen, dass sie weiterhin parat steht, um insbesondere über Anleihekäufe und Kreditprogramme Unternehmen und Haushalte zu unterstützen.
  • Diese Programme kann sie ohne weitere große Ankündigungen dynamisch steuern, sodass wir die Wahrscheinlichkeit für neue geldpolitische Maßnahmen als gering einschätzen.

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EZB-Preview: Viel hilft viel (2.6.2020)

Nach den Feinjustierungen der EZB auf Liquiditätsseite im April dürfte auf der Sitzung am Donnerstag der nächste Kanonenschuss folgen - eine Ausweitung des Notfallkaufprogramms um 500 Mrd. Euro.

Kurz & klar

  • Auf der Juni-Sitzung steht eine Ausweitung des Notfall-Kaufprogramms (PEPP) um weitere 500 Mrd. Euro und um mindestens zusätzliche 6 Monate an.
  • Die neuen Wachstumsprojektionen werden eine tiefe Rezession in 2020 und eine spürbare Erholung 2021 zeigen, ein klassischer V-Verlauf ist aber nicht zu erwarten.
  • Trotz der wiederaufkeimenden Deflationsdebatte dürfte der EZB-Stab die mittelfristigen Inflationsprojektionen für 2022 allenfalls geringfügig abwärts revidieren.

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Emerging Markets: Hohe Ansteckungsgefahr (12.05.2020)

Die Covid-19-Pandemie gefährdet auch die Schwellenländer. Eine weitreichende Krise ist nicht abzusehen, langfristige Belastungen sind aber unvermeidbar.

Kurz & klar

  • Das Epizentrum der Covid-19-Pandemie liegt aktuell noch in den Industrieländern, wird sich aber bald auf die Schwellenländer verschieben, die deutlich verwundbarer erscheinen.
  • Neben Wachstumseinbrüchen werden Krisensignale wie Kapitalflucht und abwertende Währungen sichtbar. Die Emerging Markets müssen auf schwindende Währungsreserven und Notkredite zurückgreifen. Zusätzlich belastet der niedrige Ölpreis.
  • Eine weitreichende Krise in den Schwellenländern ist nicht abzusehen. Langfristige Belastungen, insbesondere im Hinblick auf die überbordende Verschuldung, können aber nicht vermieden werden.

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Prognoseanpassung: Fed & EZB eilen zur Hilfe (6.3.2020)

Nach der Notfallsenkung der Fed werden noch weitere geldpolitische Maßnahmen in den USA und Europa folgen. Die EZB dürfte aber andere Mittel als eine Zinssenkung wählen.

Kurz & klar

  • Die EZB dürfte angesichts der Folgen des Coronavirus und der geldpolitischen Lockerungen anderer Notenbanken im März eine QE-Ausweitung beschließen.
  • Ein umfangreiches Maßnahmenpaket wie im September ist zunächst nicht zu erwarten, kann aber bei einer andauernden Epidemie nicht ausgeschlossen werden.
  • Von der Fed erwarten wir eine weitere Zinssenkung um 50 Bp. auf der März-Sitzung.
  • Außerdem dürfte die Fed QE-Maßnahmen in Aussicht stellen, die sie im Fall einer weiteren Eskalation schnell aktivieren könnte.

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