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Blickpunkt Wirtschaft

Blickpunkt Wirtschaft, anlassbezogene Vertiefung und weiterführende Analyse zu Konjunktur und (geld-) politischen Themen.

EZB-Preview: Wiegenlieder für nervöse Finanzmarktprofis (8.6.2021)

Die EZB wird am Donnerstag trotz temporär höherer Inflation die Risiken betonen und die PEPP-Käufe hoch halten. Den Übergang vom Pandemie- in den Normalmodus im Herbst wird man vorsichtig gestalten.

Kurz & klar

  • Die EZB wird am Donnerstag eine Verlängerung der im März beschlossenen höheren Anleihekäufe ankündigen, sich dabei aber mehr Freiheiten einräumen.
  • Die Inflationsprognosen des EZB-Stabes werden deutlich angehoben werden, auch mittelfristig. Dennoch bleibt der Teuerungsdruck ein temporäres Phänomen.
  • Den Übergang vom Pandemie- in den Normalmodus wird die EZB vorsichtig angehen. Vor September sind dazu keine Signale zu erwarten.

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Bau und Grundstoffe: Preis für Schnittholz auf ungeahnten Höhen (6.5.2021)

Der Schnittholzpreis steigt immer weiter. Die starke Holznachfrage hierzulande und in Nordamerika sind die Treiber. In der Wertschöpfungskette in Deutschland hat das unterschiedliche Auswirkungen.

Kurz & klar

  • Die Nachfrage und die Preise für Schnittholz sind seit Ende 2020 stark gestiegen. Für den Baustoff Holz hat sich in Deutschland seit Jahresbeginn eine nie gesehene Knappheit entwickelt.
  • Aktuell übertrifft die globale Holznachfrage das Angebot, befeuert durch einen pandemiebedingten Bauboom in den USA und eine reduzierte Produktion. So haben gesteigerte Exporte nach Nordamerika die Volatilität am Holzmarkt kurzfristig erhöht und auch die Situation in Deutschland beeinflusst.
  • Auch in Zukunft wird der Trend zum klimaschonenden Holzbau die Holznachfrage stützen. So wird der alternative Rohstoff zu anderen weltweit begehrten Baustoffen wie Stahl, Zement und Beton aufschließen.

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Euro-Raum: Lockdown-Strategie bestimmt den Jahresstart (30.4.2021)

Das Minus beim realen BIP im ersten Quartal 2021 entsprach mit 0,6% weitgehend den Erwartungen. Die Rezession hält damit an. Es zeigen sich aber auch spürbare regionale Unterschiede.

Kurz & klar

  • Das Minus der realen Wirtschaftsleistung im Euro-Raum fiel im ersten Quartal 2021 mit 0,6% weitgehend wie erwartet aus. Die Rezession hält damit an.
  • Ein negatives Ausrufezeichen unter den Mitgliedsstaaten lieferte dabei Deutschland mit einem Rückgang des realen BIP um 1,7% im Vorquartalsvergleich. Für unsere Jahresprognose 2021 ist damit das Risiko einer Abwärtsrevision etwas gestiegen.
  • Die übrigen Länderergebnisse zeigen wenig überraschend: Es kam vor allem auf die Corona-Strategie an. Das positive französische Ergebnis sorgt dafür, dass für die Euro-Raum-Wachstumsprognose wenig anpassungsbedarf besteht.

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Luftfahrt: Der lange Weg der Erholung (12.04.2021)

Die Luftfahrt leidet weltweit unter den Folgen der Corona-Pandemie, im zweiten Halbjahr dürfte die Erholung aber an Fahrt gewinnen.

Kurz & klar

  • Die weltweite Luftfahrt leidet noch immer massiv unter der Corona-Pandemie
  • Erholung der Branche wird im zweiten Halbjahr 2021 an Fahrt gewinnen und im kommenden Jahr voll zur Geltung kommen; Hintergrund sind ein hoher Nachholbedarf und eine zunehmende Verfügbarkeit von Impfstoffen
  • Konsolidierungsprozess in Europa gewinnt an Fahrt

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EU: Wirtschaft trotzt den Lockdowns (02.02.2021)

Der europäische Kontinent schlägt sich in der zweiten Welle bislang wacker, vor allem dank der Industrie. Die Daten zum BIP 2020 offenbaren aber auch signifikante regionale Unterschiede.

Kurz & klar

  • Das Minus der realen Wirtschaftsleistung in Europa fiel im vierten Quartal 2020 mit 0,5% (EU) bzw. 0,7% (Euro-Raum) überraschend gering aus.
  • Die beiden Schwergewichte Frankreich und Italien haben allerdings negative Ergebnisse eingefahren. Angesichts des schweren Verlaufs der Pandemie dort und der frühzeitigen restriktiven Lockdowns ist das wenig verwunderlich. Aufwärtspotenzial für die Prognose gibt es dagegen in Spanien und Osteuropa.
  • Die Industrie erweist sich derzeit als stabilisierender Faktor, wovon besonders Deutschland profitiert. Südeuropa wird dagegen im zweiten Halbjahr 2021 massiv von einem Comeback des Dienstleistungs- und Tourismussektors profitieren – und von EU-Programmen.

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