BayernLB

Blickpunkt Immobilien

Makroökonomische Analysen zu Entwicklungen an den wichtigsten Immobilienmärkten. Zyklus: monatlich bzw. anlassbezogen.

Globaler Aufschwung treibt Baukosten (30.06.2021)

Rasant steigende Rohstoffpreise sind in aller Munde. Dennoch sind vor allem konjunkturunabhängige strukturelle Gründe für die seit Jahren steigenden Baukosten in Deutschland verantwortlich.

Kurz & klar

  • Der rasche Impffortschritt macht weitreichende Öffnungsschritte möglich und beflügelt derzeit besonders die Volkswirtschaften in China und den USA.
  • Die daraus resultierende hohe Nachfrage nach Rohstoffen und Vorprodukten trifft auf pandemiebedingt reduzierte Produktionskapazitäten und treibt so die Weltmarktpreise besonders für Holz, Stahl und Dämmstoffe.
  • Auch für Deutschland ergeben sich dadurch temporär starke Baukostenerhöhungen und Lieferengpässe bei wichtigen Produkten.
  • Davon unabhängig steigen die Baukosten aufgrund struktureller Gegebenheiten seit Jahren kontinuierlich an.

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Stillstand am mediterranen Immobilienmarkt (29.4.2021)

Corona lässt Investoren „sichere Häfen“ ansteuern. Während die europäischen Bürohochburgen davon profitieren, wird der Immobilienmarkt in Italien und Spanien zunehmend kritisch betrachtet.

Kurz & klar

  • Die Corona-Krise schürt die Unsicherheit über Risiken von Immobilieninvestitionen.
  • Während Immobilien für institutionelle Investoren – aufgrund des Niedrigzinsniveaus – grundsätzlich alternativlos bleiben, zeigt sich eine Fokussierung auf Core-Objekte in den europäischen Metropolen.
  • An den südeuropäischen Immobilienmärkten in Italien und Spanien führt der enorme konjunkturelle Einbruch und langjährige strukturelle Probleme zu einer ausgeprägten Phase der Stagnation.

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UK: Immobilienmarkt im Auge des Sturms (22.2.2021)

Großbritannien erlebt eine der schwersten Krisen seiner Geschichte. Auch der Immobilienmarkt kann sich den drastischen Verwerfungen durch Corona und Brexit nicht entziehen.

Kurz & klar

  • Corona und Brexit belasten die britische Wirtschaft schwer.
  • Während der Wohnimmobilienmarkt der Krise trotzt, ist der konjunktursensitivere Gewerbeimmobilienmarkt bereits stärker betroffen.
  • Auf Investorenseite spiegeln sich die negativen Rahmenbedingungen in einer verstärkten Abkehr vom britischen Immobilienmarkt wider.

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Pflegeimmobilien: Dringender Bedarf (27.1.2021)

Im Schatten der Corona-Krise schreitet der demografische Wandel weiter voran. Ohne Angebotsausweitung droht Deutschland ein ernster Mangel an Pflegeplätzen.

Kurz & klar

  • Die angespannte Corona-Lage in vielen Pflegeeinrichtungen beherrscht derzeit die Berichterstattung.
  • Im Schatten der Gesundheitskrise steuert Deutschland zudem auf einen ernsten Mangel an Pflegeplätzen zu.
  • Der Anteil der über 80-Jährigen, welche häufig Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, wird bereits im Jahr 2030 auf 7,4% der Gesamtbevölkerung anwachsen.
  • Daher besteht dringender Bedarf am Ausbau des Pflegeangebots, welcher überwiegend von privaten Investoren geleistet wird.
  • Investoren erwartet im Pflegebereich eine steigende und konjunkturunabhängige Nachfrage, welche auf ein langfristig knappes Angebot trifft. Dennoch bestehen Risiken in Form von Betreiberinsolvenzen und eine erhöhte Unsicherheit aufgrund der sich häufig ändernden Gesetzeslage.

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Corona spaltet US-Immobilienmarkt (9.11.2020)

Corona schickt die US-Volkswirtschaft auf Talfahrt. Unweigerlich werden böse Erinnerungen an die Finanzkrise wach. Droht am amerikanischen Immobilienmarkt ein erneuter Einbruch?

Kurz & klar

  • Corona trifft die US-Volkswirtschaft mit voller Wucht.
  • Der amerikanische Häusermarkt zeigt sich – aufgrund der historisch niedrigen Zinsen – bisher weitgehend unbeeindruckt vom Wirtschaftseinbruch.
  • Am Mietmarkt droht Millionen Menschen dagegen die Zwangsräumung.
  • Auch die konjunktursensitiven Gewerbeimmobilien und vor allem der stationäre Einzelhandel sind bereits deutlich von der Krise gezeichnet.

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Europa im Blick – Deutschland im Fokus (1.10.2020)

Corona belastet die globalen Immobilienmärkte und erhöht die Risikoaversion der Investoren. Welche europäischen Märkte werden den geänderten Präferenzen weiterhin gerecht?

Kurz & klar

  • Die Corona-Krise schürt die Unsicherheit über Risiken von Immobilieninvestitionen.
  • Während Immobilien für institutionelle Investoren – aufgrund des Niedrigzinsniveaus – alternativlos bleiben, zeigt sich dennoch eine „Flucht in Qualität“ mit Ziel Europa.
  • Besonders hoch ist die Nachfrage nach Immobilien in Westeuropa mit Fokus auf Deutschland.
  • Dagegen zeigen sich die Immobilienmärkte in Italien und Spanien stärker von der Krise gezeichnet.

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