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Perspektiven - Ist das die Zinswende?

Zunehmende Inflation dürfte die Zinsen am langen Ende weiter steigen lassen. Insgesamt bleibt das Ausmaß aber begrenzt und die Geldpolitik zunächst noch locker. Die Zinswende wird erneut verschoben.

Kurz & klar

  • Die Pandemie ist noch lange nicht zu Ende, Impf-Fortschritte sind jedoch ermutigend.
  • Wir gehen weiterhin von einer deutlichen Konjunkturbelebung 2021 und 2022 aus.
  • Die Inflationsraten steigen zunächst weiter an, aber dies dürfte nicht von Dauer sein.
  • Die Geldpolitik wird Inflationssorgen dämpfen und 2021 expansiv bleiben.
  • Der Zinsanstieg wird aber begrenzt und risikoreichere Assets bleiben attraktiv.

Video: Auf einen Espresso mit Chefvolkswirt Jürgen Michels (Februar 2021)

Editorial Perspektiven 02/2021

Die Pandemie ist bei weitem noch nicht unter Kontrolle, auch wenn es zumindest außerhalb der EU ermutigende Impf-Fortschritte gibt. An den Finanzmärkten haben Inflationssorgen die Covid-Sorgen jedoch in den Hintergrund gedrängt. Diese haben vor allem in den USA zu einem spürbaren Anstieg der längerfristigen Zinsen geführt. Sekundiert von zunächst tatsächlich steigenden Inflationsraten dürften die Zinsen am langen Ende zunächst weiter zulegen. In Anbetracht längerfristig negativer Pandemiefolgen und historisch hoher Verschuldung sehen wir jedoch keine Trendwende hin zu deutlich steigenden Zinsen.

Die Zentralbanker rund um den Globus dürften sich über den jüngsten Anstieg der Inflationsrate und steigende Inflationserwartungen zunächst freuen. Schließlich haben sie seit Jahren außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen um die Inflation in Richtung ihrer Ziele zu bewegen. Grund zur Sorge müssten die...

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